Nachwuchs : Filmbranche fehlen Fachkräfte

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) plädiert für eine geänderte Filmförderung des Bundes.
Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) plädiert für eine geänderte Filmförderung des Bundes

Attraktivität der handwerklichen Berufe der Branche erhöhen

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18. Februar 2020, 05:00 Uhr

Der Filmbranche in Berlin und Brandenburg fehlen Fachleute. „Wir haben im Moment deutlich unter Fachkräftemangel zu leiden“, sagte die Geschäftsführerin der Filmförderung des Medienboards Berlin-Brandenburg, Kirsten Niehuus, gestern in Potsdam. Das zu beheben, werde nicht so schnell gehen.„Das ist zumindest ein Indiz, dass die Branche boomt.“ Das Medienboard Berlin-Brandenburg präsentiert sich auf der am 20. Februar beginnenden Berlinale mit zwölf geförderten Filmen.

„Beleuchter werden händeringend gesucht, Aufnahmeleiter, Produktionsleiter“, erläuterte Filmproduzent Florian Koerner von Gustorf. „Es muss nicht jeder unbedingt Regisseur werden, aber die Attraktivität der handwerklichen Berufe zu erhöhen, wäre die größte Aufgabe.“ Gustorf hat den deutsch-französischen Spielfilm „Undine“ mitproduziert, der auf der Berlinale gezeigt wird.

Die Filmbranche ist nach Ansicht der Landesregierung ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Aus einem Euro kämen im Durchschnitt für die Region vier Euro zurück, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Geplant für 2020 waren bisher 7,6 Millionen Euro Filmförderung. Sie solle schrittweise an die Berliner Förderung angeglichen werden, sagte Steinbach.

Er will sich für eine stärkere Filmförderung des Bundes einsetzen. Die Förderbedingungen des German Motion Picture Fund müssten so sein, „dass sie dem internationalen Konkurrenzkampf der Produktionsstandorte standhalten können“.

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