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Brandenburg und MV : Feldhamster ausgestorben

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Tiere sind bundesweit selten und nun in Brandenburg nicht mehr anzutreffen

Anders als in Thüringen oder Bayern sind die possierlichen Feldhamster (Cricetus cricetus) mit ihren farbenfrohen Fellen in Brandenburg ausgestorben. „Seit gut 15 Jahren wurde kein Exemplar mehr gesichtet“, sagte Anja Kaiser, ehrenamtliche Expertin für Kleinsäuger beim Naturschutzbund Brandenburg (Nabu). Eine Rückkehr oder Wiederansiedlung der Allesfresser, die sich von Feldfrüchten, aber auch von Regenwürmern oder Mäusen ernähren, sei mehr als fraglich.

Bundesweit gibt es nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz noch vier große Verbreitungsgebiete: in Ostdeutschland, in Sachsen-Anhalt und Thüringen, im Rhein-Main-Gebiet, in Franken sowie im Südwesten von Nordrhein-Westfalen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind die Tiere ausgestorben.

Früher seien Feldhamster massenhaft vorgekommen und galten sogar als Schädlinge. Heute müsse man sich um jedes Tier sorgen, sagte Kaiser. „Grund ist vor allem die Landwirtschaft, die den Feldhamstern das Leben schwer macht“, sagte sie. Seltener werden mehrjährige Futterpflanzen angebaut, die Wintervorrat für die Feldhamster liefern. Zudem werden durch die  Bodenbearbeitung unterirdische Baue zerstört.

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