Bildung : Fehlen künftig noch mehr Lehrer?

Lücken im Stundenplan: Laut einer Studie fehlen bis 2025 tausende Lehrer an Grundschulen.
Lücken im Stundenplan: Laut einer Studie fehlen bis 2025 tausende Lehrer an Grundschulen.

Bertelsmann-Studie sieht besonders große Lücken bei Grundschulpädagogen

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01. Februar 2018, 04:55 Uhr

Die gestern vorgestellt Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Bedarf an Grundschullehrern hat in Brandenburg Kontroversen zwischen Landesregierung und CDU ausgelöst. deutschlandweit würden demnach 2025 rund 35 000 Pädagogen in diesem Bereich fehlen.

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) erklärte gestern, die Studie enthalte in der Sache nichts Neues. Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen würden im Land Brandenburg bereits umgesetzt. Das Bildungsministerium habe in dieser Legislaturperiode schon mehr als 3000 Lehrkräfte neu eingestellt, so die Ministerin. Bis zum Ende dieser Legislatur werden rund 2000 zusätzliche Lehrkräfte benötigt. Deshalb habe das Kabinett zu Jahresbeginn die Änderung des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes beschlossen, um weitere Zugänge in das Lehramt zu schaffen für Studierende oder Uni-Absolventen, die sich erst später für das Lehramt entscheiden. Die zahl der Studienplätze fürLehramtsstudierende sollen aufgestockt und die Erfolgsquote verbessert werden. Zudem werde die Qualifizierung von Seiteneinsteigern verbessert.

„Die Bertelsmann-Studie bestätigt, was an vielen Brandenburger Schulen schon seit geraumer Zeit Alltag ist: Lehrermangel. Die Landesregierung hat das Problem schlicht und einfach verschlafen“, sagte der Bildungsexperte der CDU-Landtagsfraktion, Gordon Hoffmann. „Obwohl der Mangel seit Jahren absehbar war, liegen die Kapazitäten der Lehrerausbildung an der Universität Potsdam noch immer weit unter dem Bedarf. Wenn Ministerin Ernst nun die längst überfällige Erhöhung der Kapazitäten ankündigt, kommt sie damit unserer langjährigen Forderung nach. Hoffentlich folgen ihren Worten rasch Taten.“

Gerade an den Schulen im berlinfernen Raum sei die Not oft groß. Darum habe die CDU vor fast zwei Jahren ein Landlehrerstipendium gefordert, mit dem Lehramtsstudenten früh für Schulen in Bedarfsregionen geworben werden solle. SPD und Linke hätten diesen Vorschlag abgelehnt. Jetzt würden wir das Stipendium dringend gebraucht. Schon in ein, zwei Jahren hätten erste Absolventen an Landschulen geschickt werden können, so Hoffmann.



 

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