Bürgerengagement : Fast stabile Sicherheitspartner

Ein Aufkleber „Nachbarn passen auf. Polizei Notruf 110“ klebt an einer Haustür.
Ein Aufkleber „Nachbarn passen auf. Polizei Notruf 110“ klebt an einer Haustür.

Arbeit von Initiativen hat sich bewährt / Vielerorts sind sie wichtige Helfer für Polizei und Behörden

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25. Februar 2020, 05:00 Uhr

Die Zahl der Sicherheitspartnerschaften in Brandenburg ist nach einem Rückgang wieder fast konstant geblieben. Ende 2019 habe es landesweit 69 Sicherheitspartnerschaften in 50 Kommunen gegeben, teilte das Innenministerium in Potsdam mit. Eine weitere im Ortsteil Kienitz der Gemeinde Letschin (Märkisch-Oderland) wird aufgebaut. Ein Jahr zuvor bestanden 71 Initiativen in 46 Orten. 2004 gab es zwischen Elbe und Oder 112 Sicherheitspartnerschaften in 86 Kommunen. Seitdem ging die Zahl Jahr für Jahr zurück. 2004 waren noch 850 Ehrenamtliche dabei, in den vergangenen zwei Jahren etwa 440.

Seit 2015 bemühe sich das Innenministerium verstärkt, mehr Bürger für die Arbeit in einer Sicherheitspartnerschaft zu motivieren, hieß es. Es gab mehrere Regionalkonferenzen in den Polizeidirektionen und eine Tagung an der Fachhochschule der Polizei. Die Landesregierung erhöhte die monatliche Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Helfer von 25 auf 30 Euro. Dazu kam die Einmalzahlung für die individuelle Ausstattung wie Taschenlampe und Warnweste.

Nach Einschätzung des Innenministeriums leisten diese Initiativen einen „wichtigen Beitrag im Gesamtgefüge der Kommunalen Kriminalitätsbekämpfung“. Die Polizei werde diesen Ansatz weiterhin fortführen und das ehrenamtliche Engagement von Bürgern für Sicherheit und Prävention vor Ort fördern. Im Koalitionsvertrag haben CDU, SPD und Grüne vereinbart, die Sicherheitspartnerschaften weiter zu entwickeln. Sie seien ein „hoch anerkanntes Beispiel für ehrenamtliches Engagement vor Ort“, heißt es darin.

Dagegen lehnte die Koalition Bürgerwehren ab. Diese sind üblicherweise auf eigene Faust unterwegs. Ihnen wird oft Selbstjustiz vorgeworfen.

Sicherheitspartnerschaften – die Zusammenarbeit von Einwohnern, Polizei und örtlichen Behörden - gibt es im Land seit 1994. Die ehrenamtlich tätigen Bürger unterstützen die Polizei durch Patrouillen in ihrem Wohngebiet, in Parks und an Bahnhöfen. Bei öffentlichen Veranstaltungen unterstützen sie die Kommunen. Hoheitliche Aufgaben und das Tragen von Waffen sind ihnen untersagt.

Die Helfer werden von der Polizei fortlaufend geschult. Erkennen sie Gefahren auf ihren Streifen oder beobachten Straftaten, sollen Polizei oder andere Behörden alarmiert werden.

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