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Leichenfund im Havelland : Familientragödie zu Ostern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Keine Hinweise auf Gewalttat. Ermittler gehen von mutmaßlichen Suiziden des 41-jährigen Mannes und seines 16-jährigen Sohnes aus.

svz.de von
erstellt am 19.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Nach dem Tod eines 41 Jahre alten Mannes und seines 16-jährigen Sohns im Havelland gehen die Ermittler von Selbstmord aus. „Es gibt keinerlei Hinweise auf eine Gewalttat oder sonstige Fremdeinwirkung“, sagte Staatsanwalt Christoph Lange gestern. Daher werde in Richtung Selbstmord ermittelt. „Zur genauen Todesursache müssen wir die Ergebnisse der Obduktionen abwarten.“ Davon erwarten sich die Ermittler auch Aufschluss über den Zeitpunkt der mutmaßlichen Suizide. Zu einem möglichen Motiv gebe es noch keine Erkenntnisse.

Ein Spaziergänger hatte die Leichen des Vaters und seines Sohnes am Montagnachmittag in einem Auto bei Priort (Havelland) entdeckt. Der Wagen stand etwa 500 Meter außerhalb des Ortes in einem kleinen Waldstück nahe einer Straße. Ein herbeigerufener Notarzt hatte nur noch den Tod der beiden feststellen können. Im Heck des Wagens saß ein größerer Hund, der nach Angaben der Polizei vom Mitarbeiter eines Tierheims abgeholt wurde.

Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es auch keine Hinweise auf einen sogenannten erweiterten Suizid. Von solch einem Fall sprechen Fachleute, wenn ein Mensch aus vermeintlicher Fürsorge nahe Angehörige, oft die Kinder, mit in den Tod nimmt. Der Vater habe den Sohn nicht allein erzogen, sagte Lange. „Wir gehen von einem normalen Familienhintergrund aus.“ Angaben zur Ehefrau und Mutter machte er nicht.

 

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