Fall Tascha: Drohungen gegen Amtsmitarbeiter

Die Gemeinde Schönwalde/Glien plant im Streit um Kampfhund Tascha keine allzu schnelle Entscheidung. „Wir suchen mit der Familie eine einvernehmliche Lösung“, sagte Ordnungsamtsleiter Kurt Hartley. Morgen soll in einem Gespräch gemeinsam erörtert werden, wie es weitergehen soll.

Eine Entscheidung, ob Tascha bei dem schwer kranken zehnjährigen Dylan bleiben kann, soll aber nicht getroffen werden. Noch immer werde geprüft, ob eine Ausnahme von der Hundehalterverordnung gemacht und Tascha Therapie-Begleithund werden könne. „Hierfür ist als erster Schritt ein Wesenstest notwendig“, sagte Hartley. Darauf hätten sich beide Seiten verständigt und erste Schritte in diese Richtung seien bereits eingeleitet.

Unterdessen wurde bekannt, dass Gemeindeverantwortliche bedroht werden – in Mails. „Die Situation ist nicht einfach“, bestätigte Hartley. „Aus gegebenen Anlass distanzieren wir uns hier von allen Aufrufen, die das Leben oder die Gesundheit von beteiligten Behördenvertretern bedrohen! Wir werden jedes Posting, was straftatrelevante Bezüge hat, zeitnah entfernen und die Person hier auf der Seite sperren“, heißt es auf der Facebook-Seite „Unterstützt Wachkomakind Dylan und seinen Hund Tascha“. „Man kann nicht jemanden bedrohen, von dem man was will“, sagte Betreiber Jürgen Töpfer gestern der Nachrichtenagentur dpa. Einzelne Kommentare seien bereits von der Seite mit 177 000-Unterstützer-„Likes“ gelöscht worden.

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