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Autonomes Fahren : Fahrerlose Busse in Oberhavel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Verkehrsgesellschaft testet 2018 auf zwei Strecken in Hennigsdorf und Gransee

Künftig könnten im Landkreis Oberhavel Busse ohne Fahrer unterwegs sein. Auf zwei Strecken soll das autonome Fahren von Bussen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) getestet werden.

„Die ersten Versuche dafür können Anfang 2018 beginnen“, erläutert Klaus-Peter Fischer, Geschäftsführer der Oberhaveler Verkehrsgesellschaft (OVG). Als eine Testregion ist Hennigsdorf vorgesehen, wo ein autonomer Bus künftig die Strecke vom Bahnhof bis zum Krankenhaus bedienen soll.

Die andere Testroute ist in Gransee. Der fahrerlose Bus soll vom Bahnhof in die Innenstadt eingesetzt werden. Zunächst seien dort kleine Ausführungen auf der Straße unterwegs, die zwar selbst fahren, „aber noch bemannt sind“, so Fischer.

Für dieses sogenannte Initialkonzept für das autonome Fahren im Landkreis Oberhavel arbeitet die OVG mit dem Berliner „Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel“ (Innoz) zusammen, einer GmbH mit Akteuren aus Praxis, Wissenschaft und Politik.

Autonome Busse und E-Mobilität ist nach Ansicht von OVG-Chef Fischer „aus der Zukunft des ÖPNV nicht mehr wegzudenken“. Wie das funktionieren könnte, zeigt der selbstfahrende Elektrokleinbus „Olli“, der auf dem Berliner Euref-Campus in Schöneberg seit November 2016 im Einsatz ist.

„Ollis“ Einsatz ist ein Projekt von Innoz, der Deutschen Bahn (DB) und weiteren Partnern. Der Euref-Campus ist ein halböffentlicher Raum in der Hauptstadt und das erste Testfeld seiner Art in Deutschland.

Weltweit sind bislang nur an sehr wenigen Orten derartige selbstfahrende Fahrzeuge im Einsatz. In den USA, China, Japan, Südkorea und mehreren europäischen Ländern wird intensiv an der entsprechenden Technik geforscht und zugleich an den rechtlichen Grundlagen für den Einsatz gearbeitet.

Finanziert wird das für Brandenburg einmalige Projekt in Oberhavel aus öffentlichen Mittel und von der OVG. „Über Summen wurde noch nicht gesprochen“, so Fischer, die OVG habe aber „finanzielle Spielräume“.

Sollten die Tests in Hennigsdorf und Gransee positiv ausfallen, setzt Fischer dann auf den Einsatz einer weiterentwickelten Version von Kleinbus „Olli“. Der kann zurzeit zwölf Personen aufnehmen und ist nur mit 20 Stundenkilometer unterwegs. 

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