Ex-Militärflächen zivil genutzt

Ein Denkmal des ehemaligen sowjetischen Staatsführers Lenin steht auf einem ehemaligen Militärgelände in Wünsdorf.
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Ein Denkmal des ehemaligen sowjetischen Staatsführers Lenin steht auf einem ehemaligen Militärgelände in Wünsdorf.

Gut 90 Prozent der früheren russischen Areale inzwischen umgewandelt

svz.de von
21. Juni 2017, 13:28 Uhr

Noch etwa 10 000 der einst rund 100 000 Hektar russischer Militärflächen werden in Brandenburg nicht zivil genutzt. „Wir wollen Ideen sammeln, was mit den übrig gebliebenen Arealen passieren kann“, sagte der Bürgermeister von Falkenberg/Elster (Elbe-Elster), Herold Quick (parteilos) vor den heute beginnenden 20. Konversionssommer.

Er ist Sprecher des Netzwerks Fokus, das sich im Land um die Umwandlung militärischer Flächen für zivile Zwecke kümmert. 17 Kommunen sowie das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung wirken mit.

Vertreter von Kommunen, Ministerien und Institutionen diskutierten beim Konversionssommer, was möglich sein könnte. Oft sind die Flächen durch jahrzehntelange militärische Nutzung stark durch Altmunition verseucht. Investoren scheuten oft die Kosten zur Beseitigung der Kriegslasten. Zudem seien viele Gebäude sehr reparaturbedürftig. Wenn sie als Denkmale geschützt sind, wird es noch schwieriger.

In Falkenberg/Elster gelang es zu 100 Prozent, die rund 560 Hektar Militärflächen umzuwandeln. Auf dem Gelände einer einstigen Flugzeugwerft hat sich ein ortsansässiger Unternehmer angesiedelt.

Eine Zukunft wird auch für den früheren Militärstandort Wünsdorf (Teltow-Fläming) gesucht. Von 537 Hektar werden erst 206 zivil genutzt.

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