zur Navigation springen

Tierwelt : Erste Störche brüten in Brandenburg

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wetter bislang zu trocken und zu kalt – Nahrung für Adebar fehlt / Natur kann aber noch aufholen

Die ersten Störche in Brandenburg fangen an zu brüten. In Bad Freienwalde hat das Pärchen mit dem Kosenamen „Kurtchen Rotschnabel“ und „Erna Schwarzfeder“ auf seinem Horst Eier, teilte Bernd Müller vom Verein NaturFreunde Oberbarnim-Oderland mit. Das Storchenpaar „Rudi Rotbein“ und „Klara Klapperschnabel“ brüte seit Kurzem auf dem Storchenturm Altgaul in Wriezen (beides Landkreis Märkisch-Oderland). Die Storchenküken schlüpften im Juni oder Juli. „Die müssen Ende August mit den Flugübungen fertig sein und kräftig genug sein, um den Flug in Richtung Süden zu überleben“, sagte Müller.

Ideal sei das Jahr für Störche bislang nicht verlaufen: Das Wetter war nach Ansicht von Bernd Müller bislang zu trocken und zu kalt.

Dadurch hätten sich Amphibien wie Frösche und Molche kaum bewegt – das bedeute weniger Nahrung für die Störche. Das könne dazu führen, dass die Storcheneltern später im Jahr Küken aus dem Nest werfen, die sie nicht ernähren können. Die Natur könne aber noch aufholen.

Wichtig sei ausreichend Regen, so dass Fliegen und Mücken gedeihen könnten. Sie bilden laut Müller die Nahrungsgrundlage für Regenwürmer, kleine Mäuse, Amphibien, Reptilien und Fische– die wiederum von den Störchen als Nahrung gebraucht werden.

Das Vetschauer Storchennest (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) bleibt in diesem Jahr wohl leer. Ein Storchenpaar habe sich an Ostern dort niedergelassen, sich inzwischen aber nur noch sporadisch dort gezeigt, sagte Bernd Elsner, Geschäftsführer des Nabu-Regionalverbandes Calau. Auch in der Umgebung von Vetschau seien wenige Horste mit brütenden Störchen besetzt. Eine mögliche Erklärung sei, dass die Vögel wegen der mit Folien abgedeckten oder den mit Glyphosat besprühten Feldern nicht genügend Nahrung fänden. Der Grund könnte laut Elsner aber auch ein Generationswechsel bei den Störchen sein – dann würden bald jüngere Vögel nachrücken und die Horste wieder besetzen.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen