Stromversorgung : Energiewende mit Digitalisierung

Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen, spricht auf der Industrie 4.0-Konferenz des Hasso-Plattner-Instituts.
Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen, spricht auf der Industrie 4.0-Konferenz des Hasso-Plattner-Instituts.

Intelligente Stromzähler müssen Verbrauchern Vorteile bringen und sicher sein

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21. Februar 2020, 05:00 Uhr

Die Energiewende in Deutschland und Maßnahmen zum Klimaschutz sind aus Sicht von Grünen-Chef Robert Habeck nur mit umfassender Digitalisierung zu erreichen. Beim Übergang der gleichmäßigen Energieversorgung aus Atom- und Kohlekraftwerken zu vielfältigen erneuerbaren Energiequellen benötige man eine neue Koppelung der schwankenden Produktion an den Energieverbrauch, sagte Habeck gestern auf der „Smart Engergy“-Konferenz des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam.

Habeck kritisierte, bisherige Konzepte für intelligente Stromzähler („Smart Meter“) seien zu sehr auf die Bedürfnisse der Netzbetreiber ausgerichtet. Sie seien bisher für Verbraucher unattraktiv, weil sich für diese keine klaren Vorteile ergäben. „Würde man sagen, Du kannst über Smarthome oder DeinenInternet-Router festlegen, dass bestimmte Haushaltsgeräte erst anfangen, Strom zu ziehen, wenn der Preis unter soundsoviel Cent pro Kilowattstunde liegt, dann hätte man eine ganz andere Nachfrage.“

Habeck betonte, es könnten enorme Energiemengen eingespart werden, wenn erneuerbare Energien mit einer besseren Nutzung und größeren Effizienz verzahnt würden. „Das liegt bei ungefähr 30 Prozent des primären Energieverbrauchs in Deutschland.“ Die exakte Menge kenne niemand genau. „Aber 30 Prozent ist mehr als die Menge des Kohleausstiegs.“ Bei der Digitalisierung müsse der Schutz von Persönlichkeitsrechte durch konsequenten Datenschutz beachtet werden. „Wir wissen, dass Technik eine Gesellschaft auch verändern kann.“

Professor Christoph Meinel, der Leiter des Hasso-Plattner-Instituts, sagte, die Entwicklung eines „Smart-Energy“-Systems dürfe die Fehler bei der Erfindung des Internets nicht wiederholen. Damals hätten sich die Forscher gekannt, vertraut und daher kein Sicherheitssystem in den ersten Internet-Protokollen vorgesehen. „Das muss heute von Anfang an mitgedacht werden.“

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