zur Navigation springen

Potsdamer Schlösser : Endspurt für Schlösser-Masterplan

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Am Neuen Palais laufen die Sanierungen. Auch an den Schlössern Cecilienhof und Marmorpalais in Potsdam ist noch einiges zu tun.

Finale beim Masterplan für die Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg: Bis Jahresende werden in Angriff genommene Projekte abgeschlossen. Rund 25 Millionen Euro stehen noch bereit, sagte Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, gestern in Potsdam.

Nach umfangreichen Arbeiten in den Vorjahren laufen Sanierungen am Neuen Palais in Potsdam weiter, so am Sockel des Bauwerkes. Auch im Theater in dem Palais erledigen Fachleute weitere Bauarbeiten. Die Wiedereröffnung wird 2018 ins Auge gefasst. Mit Geld aus dem Masterplan entsteht bis Jahresende auch ein Zentrales Kunstdepot in Potsdam.

Schloss Babelsberg ist außen komplett erneuert, Besucher können ab Ende April die unsanierten Räume besichtigen. Unter dem Thema „Pückler. Babelsberg. Der grüne Fürst und die Kaiserin“ wird ab 29. April ein Blick in ein Kapitel faszinierende Gartengeschichte gewährt. Der spätere Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) und seine Gattin Augusta (1811-1890) ließen sich als Prinzenpaar das Anwesen vom Gartengestalter Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1765-1781) anlegen. Mehr als 50 Jahre lang verbachten sie hier die Sommermonate. Pückler schuf aufwendige Bewässerungssysteme mit Teichen und Wasserfällen. Er bevorzugte klassische Natürlichkeit, verpflanzte dafür große Bäume.

Der Bund, Berlin und Brandenburg stellen von 2008 bis 2017 über ein Sonderinvestitionsprogramm 155 Millionen Euro bereit, um Unesco-Weltkulturerbe-Stätten in beiden Ländern vor dem Verfall zu retten. Im neuen Masterplan 2018 bis 2030 stehen 400 Millionen Euro bereit. Dann sind nach Angaben von Dorgerloh unter anderem Arbeiten an den Römischen Bädern in Potsdam sowie am Schloss auf der Pfaueninsel in Berlin besonders im Blick.

Die Schlösser und Parks zählten im Vorjahr mit etwa 1,7 Millionen Besucher, wie erwartet, weniger als 2015, so Dorgerloh. Schloss Berlin-Charlottenburg und die Residenz Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) waren wegen Sanierungen geschlossen.  

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert