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Vergünstigungen für Engagierte : Ehrenamtskarte für den Speckgürtel

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Aus der Redaktion des Prignitzers

In der Prignitz gibt es keine Angebote für die Helfer – Landesregierung will Abhilfe schaffen

von
erstellt am 12.Jan.2017 | 05:00 Uhr

In den Ländern Berlin und Brandenburg gibt es künftig eine gemeinsame Ehrenamtskarte: Ehrenamtliche, die sich in ihren Vereinen, bei Sozialträgern oder in Kirchengemeinden länger als ein Jahr oder mindestens 200 Stunden engagieren, können damit Vergünstigungen etwa im Berliner Zoo, in den Schlössern und Gärten in Berlin und Brandenburg, im Filmpark Babelsberg oder 137 weiteren Anbietern der Region in Anspruch nehmen.

Beantragt werden kann die Karte im Internet bei der Brandenburger Staatskanzlei. Vor Journalisten erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), es sei ein wichtiges Anliegen, „mit dieser Ehrenamtskarte den Ehrenamtlichen Danke zu sagen.“ Wer sich auf diese Weise engagiere, wirke der Spaltung der Gesellschaft entgegen und stärke das gesellschaftliche Miteinander. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betonte, bei der Unterstützung des Ehrenamtes gebe es keine Landesgrenzen mehr. „Freiwilliges Engagement muss und soll sich voll entfalten können.“

Jedoch sind die Anbieter, bei denen Inhaber der Ehrenamtskarte Vergünstigungen erhalten können, in Brandenburg weiter höchst ungleich verteilt. In der Prignitz etwa ist kein einziges Angebot für Inhaber der Ehrenamtskarte vorhanden, die nächste Einlösemöglichkeit ist der Tierpark Kunsterspring bei Neuruppin. In der Uckermark gibt es Ermäßigungen bei den Uckermärkischen Bühnen in Schwedt und im Dominikanerkloster Prenzlau. Im Spreewald gibt es Rabatte bei den Spreewelten, bei der Bunten Bühne in Lübbenau und den historischen Stadtführungen in Lübben. Wer in Cottbus lebt, erhält im Naturkostladen Ährenkranz mit zehn Prozent Rabatt.

Die bei weitem meisten Vorteile der Ehrenamtskarte finden sich nach wie vor im Speckgürtel oder in Berlin. Das musste gestern auch Ministerpräsident Woidke einräumen: „Die Ehrenamtskarte in der Fläche noch bekannter zu machen und weitere Partner zu finden, ist eine Aufgabe, vor der wir stehen.“

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