Brandenburg : Dutzende Lkw kontrolliert

Polizeibeamte führten gestern in Brandenburg verstärkt Lkw-Kontrollen durch.
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Polizeibeamte führten gestern in Brandenburg verstärkt Lkw-Kontrollen durch.

Von Geschwindigkeitsüberschreitung über falsch gesicherte Ladung bis hin zu manipulierter Adblue-Anlage

svz.de von
18. Mai 2018, 05:00 Uhr

Bei der verstärkten Kontrolle von Lastwagen und Bussen hat die Polizei in Brandenburg Dutzende Fahrzeuge kontrolliert. Allein bis 12 Uhr wurden am Donnerstag 104 Fahrzeuge untersucht, wie das Polizeipräsidium Brandenburg mitteilte. Darunter waren 50 deutsche Laster und 54 aus dem Ausland. 67 Mal hatte die Polizei etwas zu beanstanden.

Die Polizeidirektion Nord beteiligte sich mit 25 Beamten der Verkehrspolizei an der Aktion. Die Fahrzeuge wurden aus dem fließenden Verkehr angehalten und gezielt nach bestimmten Mängeln kontrolliert. Bei 26 der 35 am Vormittag überprüften Lastwagen wurden Mängel festgestellt. 20 der Transporter waren zu schnell, was jeweils durch die Kontrolle der Schaublätter belegt werden konnte, teilte Pressesprecher Toralf Reinhardt von der Polizeidirektion Nord mit. In einem weiteren Fall wurde der Tachograph offenbar gezielt falsch bedient. In einem anderen Fall war die Ladung nicht genügend gesichert und in einem weiteren Fall wurde gegen die Sozialvorschriften verstoßen.

Ein polnischer Fahrer mit einer manipulierten Adblue-Anlage musste 500 Euro in bar zahlen und durfte erst weiterfahren, nachdem die Abgasreinigung seines Fahrzeuges in einer Fachwerkstatt repariert worden war, erklärte Reinhardt weiter. Den Sattelzug hatten die Beamten auf der Autobahnraststätte Rastanlage Linumer Bruch-Nord an der A 24 kontrolliert.

Bei den gleichzeitigen Geschwindigkeitskontrollen wurden bei 12 560 Durchfahrten insgesamt 318 Überschreitungen festgestellt.

Die höchste Überschreitung wurde in der Prignitz mit 152 km/h bei erlaubten 100 km/h festgestellt. Der Fahrer muss 240 Euro Bußgeld zahlen, bekommt zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot aufgebrummt.

Aus Sicht der Behörde sind Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeit, fehlender Abstand zum Vordermann und nicht angepasste Geschwindigkeit die häufigsten Verstöße.

In Brandenburg wird nach Angaben des Polizeipräsidiums jeder sechste Unfall durch einen Laster verursacht. Im vergangenen Jahr starben dabei 39 Menschen. „Drei Viertel aller Lkw-Unfälle sind durch die Fahrer selbst verursacht worden. Mit dieser Aktion wollen wir den Ursachen wirksam etwas entgegenstellen“, sagte Polizeioberrat Jan Strotzer.

Die Überprüfungen sind Bestandteil der europaweiten Tispol-Kontrollen.

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