Stau : Drei Grenzübergänge geöffnet

Lkw stauen sich auf der Autobahn 12 vor dem Grenzübergang. Am Wochenende führte Polen Kontrollen an der Grenze zu Deutschland ein.
Lkw stauen sich auf der Autobahn 12 vor dem Grenzübergang. Am Wochenende führte Polen Kontrollen an der Grenze zu Deutschland ein.

Fast Stoßstange an Stoßstange stehen Lkw, Busse und Privatfahrzeuge auf den Autobahnen vor Kontrollstellen des Nachbarlandes

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19. März 2020, 05:00 Uhr

Angesichts der immer länger werdenden Staus an den Brandenburger Grenzübergängen nach Polen wegen der Coronavirus-Kontrollen sind Mittwoch um Mitternacht von polnischer Seite drei weitere zusätzlich geöffnet worden. Küstrin an der Bundesstraße 1, die Stadtbrücke von Frankfurt (Oder) nach Slubice und Guben stehen nun bereit: Nach Angaben des Brandenburger Innenministeriums jedoch nur für Fußgänger und Privatautos. Busse und Lastwagen können dort nicht passieren.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte dazu mehrfach mit dem polnischen Außenminister Jacek Krzysztof Czaputowicz telefoniert. „Ich bin sehr erfreut, dass so schnell gehandelt wurde und danke dafür den polnischen Kollegen“, betonte Woidke. Die deutsch-polnische Grenze müsse dringend entlastet werden. Der Zustand sei für Lkw- und Pkw-Fahrer und ebenso die Anwohner insbesondere in Schwedt und Frankfurt (Oder) nicht zumutbar.

Wartende Menschen in den Staus bekommen inzwischen eine Notversorgung mit Getränken und Nahrungsmitteln, sagte Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) in der gemeinsamen Sitzung der Landtagsausschüsse für Gesundheit und Inneres. Außerdem werde für sanitäre Einrichtungen an der Strecke gesorgt. Das sei über den Krisenstab mit dem Technischen Hilfswerk und den Autobahnmeistereien organisiert worden.

Der Rückstau der Lastwagen und Autos auf der Bundesautobahn 12 reicht mittlerweile von Frankfurt (Oder) bis nach Storkow (Oder-Spree). Er sei auf fast 60 Kilometer angewachsen, sagte am Mittwoch der Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin, Jens Schobranski, auf Anfrage.

Am Vortag waren es etwa 15 Kilometer Staulänge gewesen. Auf der polnischen Grenzseite wird laut Schobranski sehr genau kontrolliert. Es werde gefragt, wohin die Fahrer wollten, woher sie kämen und wie der Gesundheitszustand sei. „Auch Bundespolizisten sind auf deutscher Seite präsent“, sagte der Sprecher. Hier werde jedoch bisher nur „nach Bedarf“ kontrolliert.

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