zur Navigation springen

Diebestouren von Berlin bis zur Prignitz

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Polizei registriert Delikte an Autobahnen und Fernverkehrsstraßen

svz.de von
erstellt am 30.Jan.2017 | 17:59 Uhr

Einbrecher werden offenbar immer mehr über den Berliner Speckgürtel hinaus aktiv. Betroffen sind davon auch die Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz.

„Die Täter sind weit ins Umland hinaus unterwegs“, sagte Polizei-Pressesprecher Toralf Reinhardt gestern. Erst Ende vergangener Woche hatten seine Kollegen Einbrüche in Walsleben und Fehrbellin aufnehmen müssen. Seit Jahresanfang gab es aber unter anderem schon einen Einbruchsversuch an einer Fehrbelliner Tankstelle. In Wustrau war ebenfalls probiert worden, ein Haus aufzubrechen. Eine Fehrbellinerin störte drei Personen, als diese sich an ihrer Terrassentür zu schaffen machten. Außerdem waren auch in Langen und Lentzke Wohnhäuser geknackt worden.

Die Zahl der Einbrüche sei im Raum Ostprignitz-Ruppin noch nicht auffällig gestiegen, so Reinhardt. Die Polizei beobachte aber, dass sich Delikte dieser Art auch bis zur Prignitz hin häufen.

Schwerpunkt der Direktion Nord sei diesbezüglich aber nach wie vor der Landkreis Oberhavel. „Dort haben wir seit geraumer Zeit die höchsten Einbruchszahlen – sogar die höchsten im ganzen Land Brandenburg“, erklärte Reinhardt. Eine seit November andauernde Einbruchsserie in Hennigsdorfer Mietwohnungen sorgt derzeit vor allem bei den Bewohnern der dortigen Wohnungsbaugenossenschaft Einheit (WGH) für Unruhe.

WGH-Chef Hartmut Schenk setzte zur Ergreifung eines Täters 1 000 Euro Belohnung aus. Außerdem können sich dort Mieter demnächst von der Polizei zur Sicherung ihrer Wohnungen beraten lassen.

Gestern wurde die Polizei in Hennigsdorf mit einer Einbruchsserie konfrontiert. Die Täter hatten versucht, in eine Anwaltskanzlei, mehrere Arztpraxen und ein Geschäft einzubrechen. Aufgebrochen wurde auch die Tür eines Friseursalons. Zudem wurde ein Reisebus über den Nothy-draulikhebel geöffnet und das Fahrzeug durchsucht.

Für Einbrecher – sofern sie nicht aus der Region kommen – ist laut Reinhardt das Berliner Umland so attraktiv, weil sie sich von dort schnell nach Berlin zurückziehen und untertauchen können. Ähnliches gelte nun offenbar für Orte nahe der Autobahn und der Fernverkehrsstraßen. Begünstigt werden Einbrüche auch durch die dunkle Jahreszeit.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen