Investitionsbank Brandenburg : Die Wirtschaft anschieben

Im Neubau der Investitionsbank fallen die Entscheidungen zur Förderzusage.
Im Neubau der Investitionsbank fallen die Entscheidungen zur Förderzusage.

Die ILB sagte 2017 Fördergelder in Höhe von 1,6 Milliarden Euro zu.

von
13. März 2018, 05:00 Uhr

Die landeseigene Förderbank ILB hat vergangenes Jahr rund 1,6 Milliarden Euro an Fördermitteln zugesagt. Das sind deutlich weniger als die knapp 2,0 Milliarden Euro im Vorjahr. Das habe aber an einem Sondereffekt durch die Finanzierung des Großflughafens BER 2016 in Höhe von 571 Millionen Euro gelegen, wie die Bank gestern bei ihrer Bilanzvorlage mitteilte.

Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke), der auch Verwaltungsratschef ist, erklärte: „Die ILB leistet seit dem ersten Tag ihres Bestehens wertvolle Beiträge für unser Land, so auch vergangenes Jahr: 1,6 Milliarden Euro für Brandenburg. Diese Fördergelder bedeuten höhere Investitionen in Wirtschaft und Arbeit, die Schaffung von mehr Wohnraum sowie eine stetige Verbesserung der kommunalen Infrastruktur. Besonders erfolgreich ist das Kommunale Investitionsprogramm (KIP). Zur Verbesserung der Schulinfrastruktur wurden in 2017 etwa 35 Millionen Euro für 28 Vorhaben zugesagt.“

Mit den Geldern werden insgesamt 4190 Vorhaben in den Förderfeldern Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur und Wohnungsbau unterstützt. Dadurch werden Investitionen in Höhe von 2,9 Milliarden Euro in Brandenburg ausgelöst und 12 731 Arbeitsplätze neu geschaffen bzw. gesichert. Außerdem werden 6472 Wohneinheiten neu gebaut und modernisiert.

Unter dem Strich verdiente die Bank vergangenes Jahr 11,4 Millionen Euro nach 11,6 Millionen Euro im Vorjahr. Zudem wurde das Eigenkapital um 31 Millionen Euro aufgestockt. Die Eigenmittel liegen damit inzwischen bei 580 Millionen Euro – 1992 war die Bank mit 100 Millionen Euro Stammkapital gestartet.

„Wir sind mit dem Jahresergebnis 2017 sehr zufrieden. Für die Landesprogramme in der Infrastrukturförderung konnten wir unser Zusagevolumen gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 325 Millionen Euro erhöhen. 160 Millionen Euro konnten wir in 2017 für den dringend benötigten Breitbandausbau zusagen. Für das größte im Jahr 2017 geförderte Vorhaben in der gewerblichen Wirtschaft sagte die ILB dem Unternehmen BASF Fördermittel in Höhe von 11,25 Millionen Euro zu. Mit den Fördermitteln will die BASF in Schwarzheide eine neue Betriebsstätte für die Batteriezellfertigung errichten“, erklärte Tillmann Stenger, Vorsitzender des Vorstandes der ILB.

Im laufenden Jahr soll unter anderem ein neues Programm zur Förderung der Energieeffizienz bei Gebäuden aufgelegt werden. Zudem sollen nun auch Zuschüsse und Tilgungsnachlässe zur Förderung von Wohneigentum für Familien mit Kindern gewährt werden. Geplant ist, in diesem Jahr rund 1,4 Milliarden Euro an Fördergeldern zuzusagen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen