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Tropical Islands : Die Tropen unter freiem Himmel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Im Freizeitpark Tropical Islands wird ab Mai der ganzjährig geöffnete Außenbereich Amazonia in Betrieb genommen

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Der Freizeitpark Tropical Islands wächst und wächst. Am 1. Mai wird der 35 000 Quadratmeter große Außenbereich in Betrieb genommen. Etwa 13 Millionen Euro sind seit Juli in mehrere Pools und einen 250 Meter langen Strömungskanal investiert worden.

Im Reich von Martin Christoph sieht es aus wie im Maschinenraum eines Kreuzfahrtschiffes. Pumpen scheppern, Signale blinken, wohin das Auge blickt verlaufen Rohrleitungen. Es ist das technische Herz von Tropical Islands’ Amazonia, dem ganzjährig geöffneten Außenbereich, in den die Gäste des Freizeitparks direkt aus der Tropenhalle gelangen.

Christoph ist als Abteilungsleiter Wassertechnik in den unterirdischen Katakomben dafür zuständig, dass oben alles läuft, ph-Werte im Toleranzbereich von 6,5 bis 7,2 liegen, dem Wasser ausreichend Chlorgas zugesetzt und die Temperatur von 31 Grad Celsius gehalten wird. Allein fünf Pumpen sorgen dafür, dass die Freizeitparkbesucher auf dem mit 250 Meter Länge deutschlandweit längsten Wildwasserfluss nicht auf dem Trockenen sitzen bleiben.

In der vergangenen Woche ist der Strömungskanal erstmalig geflutet und von Mitarbeitern des Unternehmens ausgiebig getestet worden. „Es war einfach genial, das macht süchtig“, resümiert Tropical-Islands-Sprecherin Janet Schulz nach mehreren Durchläufen. Der Whitewater-River ist das Highlight außerhalb der freitragenden Tropenhalle, die im vergangenen Jahr 1,2 Millionen Besucher zählte.

Ergänzt wird das mit Palmen und künstlichen Dünen eingegrenzte Gelände durch einen Sommer- und einen Ganzjahrespool mit einer Wasseroberfläche von insgesamt 920 Quadratmetern und einer Tiefe von 1,30 Metern – mit üblichen Spielereien wie Geysiren, Strudelwellenberg oder Bodenblubber-Anlage. Sprudel- und Massageliegen, Nackenduschen, Schwallbrause und eine Massagestation bieten Wellness-Fans Entspannung.

Drumherum wächst derzeit der Rasen auf den künftigen Liegeflächen an, auf denen auch überdachte VIP-Liegen stehen. Für sportlich Aktive ist bereits ein Beachsoccer-Feld angelegt worden, dessen Maße den offiziellen Richtlinien für Wettkämpfe entsprechen.

Während die Tropenhalle keine Schließzeiten kennt, wird der Außenbereich nach Aussagen von Unternehmenssprecherin Schulz künftig von 9 bis 22 Uhr nutzbar sein. Das Wasser fließt dann in unterirdische Tanks ab, um Energie zu sparen. „So kühlt es sich nicht ab und kann morgens wieder in den Pool gepumpt werden“, sagt Martin Christoph.

Heißer als das Wasser im Pool wird auf jeden Fall der Preis sein: Tropical Islands hüllt sich noch in Schweigen, kündigt aber mit Eröffnung eine Anpassung der Ticketpreise an. „Wir bieten ja schließlich auch mehr an Unterhaltung“, begründet die Sprecherin. Die Außenanlagen könnten nur als Paket mit der Tropenhalle gebucht werden. Für die Indoor-Badelandschaft werden derzeit 36 Euro pro Tag verlangt, wer baden und saunieren möchte, zahlt sechs Euro mehr.

Die Investitionen vor allem in Übernachtungsmöglichkeiten haben sich bislang ausgezahlt. Zwischen 80 und 90 Prozent der Unterkünfte seien ausgelastet, sagt Sprecherin Janet Schulz. „Die Besucherzahlen liegen auch im ersten Quartal dieses Jahres weit über den Erwartungen.“

 

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