Schaufenster Grüne Woche : Die Prignitz prostet der Welt zu

Mit einem Herzbräu aus Wittenberge begrüßt Jan Lange Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (l.) und Majestäten.
Mit einem Herzbräu aus Wittenberge begrüßt Jan Lange Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (l.) und Majestäten.

Von Rotem Adler bis zur Ölmühle: Region präsentiert sich auf der Grünen Woche

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19. Januar 2018, 05:00 Uhr

Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) erwartet 400 000 bis 500 000 Besucher in der Brandenburg-Halle auf der Internationalen Grünen Woche. Die weltgrößte Ernährungs- und Agrarmesse beginnt heute und läuft bis 28. Januar in den Messehallen unter dem Berliner Funkturm. „Brandenburg ist für die Grüne Woche gut aufgestellt“, so Vogelsänger, als er gestern mit der Erntekönigin und anderen Produktköniginnen des Landes die Brandenburg-Halle besichtigte. Gleich am ersten Stand, jenem der Spargelstadt Beelitz, gesellt sich ein überdimensionaler Riesenspargel zum Minister und den Königinnen. Nach und nach präsentieren die Aussteller die Höhepunkte der Messe. Hemme-Milch und Uckerkaas vertreten die Uckermark, und am Stand der Brennerei Sellendorf, einem Familienbetrieb aus dem Spreewald, probiert Vogelsänger einen „Roten Adler“, einen kräftigen Kräuterlikör. Für den Betrieb sei es wichtig, auf der Messe vertreten zu sein, sagt Geschäftsführerin Anette Diebow.

Ähnliche Erfahrungen machen die Aussteller auch in der Prignitz. Jan Lange von der „Alten Ölmühle“ aus Wittenberge, die traditionell ein Hallenrestaurant bewirtschaftet, berichtet von zahlreichen Besuchern, die das Prignitzer Hotel mit dem hauseigenen Brauhaus auf der Messe kennengelernt haben, und dann einen Urlaub in der Region verlebten.

Doch die Internationale Grüne Woche ist für den Landwirtschaftsminister nicht nur ein Fototermin mit Produktverkostung. Schon am Mittwochabend trafen sich auf Einladung Vogelsängers die ostdeutschen Agrarminister mit den Präsidenten der Landesbauernverbände. Es ging um die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik – denn Brüssel will die Direktzahlungen für die Landwirte möglicherweise an die Betriebsgröße koppeln, was die eher größeren Betriebe in Brandenburg vor Schwierigkeiten stellen könnte. Minister und Verbandsvertreter vereinbarten, neben einer Vereinfachung der Förderverfahren dafür einzutreten, dass die Direktzahlungen nicht gekappt werden, und bei einer Umverteilung der EU-Mittel „das Geld in den jeweiligen Regionen bleibt.“

Seiten 2 und 9 bis 12

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