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Kontinuierlicher Anstieg : Die Mark zieht Touristen an

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Brandenburg weiter im Aufwind. Es gab aber einen Dämpfer im Ferienmonat August aufgrund des schlechten Wetters.

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2016 | 05:00 Uhr

Das relativ schlechte Wetter hat der erfolgsverwöhnten Tourismusbranche in Brandenburg im Ferienmonat August einen Dämpfer verpasst. Die Zahl der ankommenden Gäste ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,0 Prozent auf knapp 549 100 Gäste zurück, wie das Statistische Bundesamt im Internet mitteilte.

Die für Hoteliers entscheidende Zahl der Übernachtungen sank um 4,9 Prozent auf rund 1,7 Millionen. Bundesweit war die Übernachtungszahl weniger stark um 1,3 Prozent gesunken.

Ursache des Rückgangs sei vor allem das relativ schlechte Wetter gewesen, sagte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Andrea Beyerlein. In Brandenburg würden viele Touristen kurzentschlossen kommen – oder bei Wolken eben auch nicht. „Wir sehen das nicht als besorgniserregend an.“ In den ersten acht Monaten 2016 zusammen liegt Brandenburg in der Gunst der Touristen weiter im Aufwind. Die Zahl der Ankünfte kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent auf 3,3 Millionen, die Übernachtungszahl legte sogar um 2,3 Prozent auf mehr als neun Millionen zu. Bei den Übernachtungen liegt Brandenburg leicht über dem Bundesdurchschnitt von 2,2 Prozent mehr Übernachtungen.

Innerhalb Brandenburgs gab es bei der Tourismusentwicklung zuletzt große Unterschiede. Der Spreewald konnte in den ersten acht Monaten die Übernachtungszahl um 9,8 Prozent auf mehr als 1,3 Millionen steigern. Im August gab es noch ein kleines Plus von 1,8 Prozent.

Deutliche Einbußen verzeichnete dagegen das Havelland: Von Januar bis August lag das Minus bei 9,3 Prozent auf knapp 761 000 Übernachtungen. Allein im August betrug das Minus 15,7 Prozent.

Ursache des starken Rückgangs im Havelland dürfte der Wegfall der

Bundesgartenschau sein, die im Vorjahr zahlreiche Gäste angezogen hatte, erklärte das Wirtschaftsministerium. Der Spreewald konnte dagegen womöglich von der Therme in Burg profitieren, die den Gästen bei Regen eine Alternative bietet.

Im vergangenen Jahr hatte Brandenburg einen Rekord von 12,5 Millionen Übernachtungen gezählt, das waren fast fünf Prozent mehr als 2014, wie aus einer Übersicht des Statistikamtes Berlin-Brandenburg hervorgeht. Die Übernachtungszahlen sind demnach seit 2005 kontinuierlich gestiegen. Damals gab es erst knapp 8,8 Millionen Übernachtungen. Die Zahl der Beherbergungsbetriebe ist in den vergangenen zehn Jahren etwa konstant geblieben, die Zahl der angebotenen Betten stieg aber auf zuletzt rund 85 000.

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