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Hochwasserschutz Brandenburg : Deichbau schreitet voran

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Land investiert erneut Millionenbeträge in den Hochwasserschutz. Es gibt mehrere Projekte in der Prignitz

von
erstellt am 23.Jan.2017 | 05:00 Uhr

In Brandenburg sind in diesem Jahr rund 40 Millionen Euro für Maßnahmen zum Hochwasserschutz eingeplant. Damit soll etwa die Verstärkung der Deiche und der Neubau kompletter Schutzanlagen finanziert werden, sagte der Sprecher des Umweltministeriums, Jens-Uwe Schade, auf Anfrage. Davon profitiert vor allem auch die Prignitz.

Das Geld stamme aus EU-, Bundes- und Landesmitteln. Zudem stünden bis zu 1,2 Millionen Euro aus dem Nationalen Hochwasserschutzprogramm bereit – vor allem für Planungsaufgaben. Es war nach den verheerenden Fluten im Elbe- und Donaugebiet 2013 von der Umweltministerkonferenz beschlossen worden. Vorläufig wurden dafür rund 5,4 Milliarden Euro vom Bund an Haushaltsmitteln bereitgestellt.

Bereits seit Mitte September im Bau ist der nächste Deichabschnitt bei Breese. Auf rund 845 Meter Länge entsteht der Deichkörper beginnend an der Kreisstraße hinterm Ortsausgang. Er führt bis zum Weisener Wehr, so dass Breese an der Nordseite vor einem Rückstau der Stepenitz geschützt ist.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 870 000 Euro. Mit der Fertigstellung im Oktober 2017 wird etwa die Hälfte des insgesamt 4500 Meter langen Damms von Breese neu gebaut oder ertüchtigt sein.

Um das Gelände der DB Fahrzeuginstandhaltung bei Hochwasser zu schützen, starten ebenfalls in Wittenberge die Arbeiten für Schutzanlagen. Die eingeplanten 1,3 Millionen Euro werden aus Landesmitteln finanziert. Im Bau befindet sich der Straßendeich vor Bälow. Er wird ebenfalls in diesem Jahr abgeschlossen. 2018 folgt die Sanierung einer letzten 700 Meter langen Lücke bei Hinzdorf.

Eines der größten Projekte ist in diesem Jahr die Rückverlegung eines 3,1 Kilometer langen Deiches an der Oder in der Neuzeller Niederung. 10,6 Millionen werden aus EU-, Bundes und Landesmitteln veranschlagt, die Arbeiten sollen 2021 beendet sein.

An der Elbe in Mühlberg (Elbe-Elster) beginnen im Frühjahr gleich zwei große Vorhaben. So soll für 2,6 Millionen Euro ein 260 Meter langer Deich verstärkt werden. Wenn in Gefahrensituationen Schwertransporter eingesetzt werden müssen, sollen sie darüberfahren können. Ein weiterer Deich in der Stadt wird für 6,71 Millionen Euro ertüchtigt.

 
 

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