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Neue Ausstellung in Potsdam : DDR-Kunst im Museum Barberini

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Schau setzt sich mit der Individualität der Künstler und ihrem Selbstverständnis gegenüber dem sozialistischen Staat auseinander

svz.de von
erstellt am 30.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Die neue Ausstellung des Potsdamer Museums Barberini zur DDR-Kunst hat gestern einen guten Start hingelegt. Am ersten Publikumstag kamen trotz Regenwetters rund 2000 Besucher. „Unsere Zeitfenster waren alle ausgebucht“, konstatierte Museumssprecherin Johanna Köhler. „Kurzzeitig bildeten sich Schlangen vor den Kassen, die sich aber schnell auflösten.“ Die Ausstellung „Hinter der Maske. Künstler in der DDR“ ist bis zum 4. Februar zu sehen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte die Schau zur offiziellen Eröffnung als „Meilenstein“ für die Verständigung von Ost und West. In vielen Köpfen spuke noch ein Bild von DDR-Kunst, die man nur in ihrem Bezug zum Staat und zur Gesellschaft bestimmen könne, so Steinmeier. Die Schau mit dem Blick auf die Künstler als Individuen trete diesem Fehlurteil entgegen.

Im Mittelpunkt stehe das Selbstverständnis der Künstler in einem sozialistischen Staat, der in der Kunst einen Erziehungsauftrag gesehen habe, sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider.

Die Schau zeigt 120 Werke von 87 Künstlern aus der DDR-Zeit, darunter Wolfgang Mattheuer, Bernhard Heisig, A. R. Penck und Evelyn Richter. Erstmals seit 20 Jahren sind auch wieder die 16 großformatigen Bilder aus dem Berliner Palast der Republik zu sehen.

 

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