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Begegnung der Kulturen : Das Kulturerbe steht im Zentrum

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

„Kulturland Brandenburg“ 2018 unter dem europaweiten Motto „Europäisches Kulturerbejahr“

von
erstellt am 21.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Das Jahr 2018 soll europaweit als „Europäisches Kulturerbejahr“ unter dem Motto „Sharing Heritage“ („Das Erbe teilen“) begangen werden. Das sagte die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für den Denkmalschutz (DNK), Brandenburgs Kultusministerin Martina Münch (SPD) gestern in Potsdam. „Wir wollen in diesem Jahr europaweit unser kulturelles Erbe in den Blickpunkt nehmen“, sagte die SPD-Politikerin. In jeder Region, in jedem Ort fänden sich Spuren der europäischen Geschichte. In Brandenburg gebe es etwa das Weltkulturerbe der preußischen Schlösser- und Parklandschaft. „Es gibt viele Bezüge zu Anderem, vom englischen Garten bis zur Kultursprache des Rokkoko.“ Zudem stehe gerade die Hauptstadtregion in Deutschland für die Begegnung der Kulturen. „Es sind die kulturellen Verknüpfungen, die das Fundament für Austausch und Zusammenhalt in Europa sind“, sagte Münch. Das kulturelle Erbe sei nichts Trennendes. „Die Zuwanderung aus außereuropäischen Regionen hat schon immer die europäische Kultur bereichert.“

Die Initiative für das Kulturerbejahr geht auf eine gemeinsame Initiative des DNK zusammen mit dem Bund, den Ländern und den kommunalen Spitzenverbänden zurück. Im Mai 2017 wurde sie vom Europäischen Parlament und dem EU-Ministerrat beschlossen. Insgesamt wird die EU ausgewählte Projekte des Kulturerbejahres mit rund acht Millionen Euro fördern. Dazu kommen noch rund 3,6 Millionen Euro Bundesmittel, sowie Finanzierungen durch die Länder und Kommunen. Ein Vorbild für das Kulterbejahr ist aus Sicht des Vorsitzenden des nationalen Programmbeirats und Direktor des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte, Matthias Wemhoff, das 1975 durchgeführte Europäische Jahr für Denkmalschutz. Damals wurden sogar neue Denkmalschutzgesetze geschaffen. „Das Jahr hatte damals einen durchschlagenden Erfolg.“ Heute müsse man indes aufpassen, dass „die Begeisterung für das Denkmal, das bauliche Erbe, nicht irgendwann dahin schwimmt.“ Das kulturelle Erbe müsse wieder lesbarer werden. „Es muss deutlich werden, dass Europa seine kulturelle Kraft aus diesen Austauschprozessen erhält“, sagte Wemhoff.

In Brandenburg wird das „Kulturerbejahr“ auch Thema des jährlichen Themenjahres des „Kulturland Brandenburg“ sein. Es werde im Mai in der barocken Klosteranlage von Neuzelle eröffnet, die im kommenden Jahr ihr 750-jähriges Gründungsjubiläum begeht, sagte die Geschäftsführerin von „Kulturland Brandenburg“, Brigitte Faber-Schmidt. Im Rahmen des Programms werde sich etwa die Viadrina in Frankfurt (Oder) mit dem Begriff der Heimat beschäftigen. Daneben werde es Veranstaltungen zur Geschichte des 30-jährigen Krieges oder zu Europa und dem Orient geben.

 


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