200-Millionen-Euro-Projekt : Das Kreuz mit dem Karower Kreuz

Große zeitliche Verzögerung gibt es beim Ausbau am Karower Kreuz
Große zeitliche Verzögerung gibt es beim Ausbau am Karower Kreuz

Großer Zeitverzug beim Ausbau des wichtigen Abschnitts / Bahn AG will Bürgerdialog über Ersatz-Fahrplan und Bauablauf

svz.de von
05. Februar 2018, 05:00 Uhr

Schon zu Jahresbeginn sollte am Karower Kreuz ein wichtiger Abschnitt des 200-Millionen-Euro-Projektes geschafft sein. Doch die Schweizer Firma, die vor Ort riesige Betonwerke gießt, Kurvenlagen und Gleise baut, ist dermaßen in Verzug geraten, dass die Sperrungen auf den Linien S2 und S8 nun ab 26. Juni, für den RE 5 und RB 12 ab 10. Juni nötig werden. Die Widerlager der Brücken für den nördlichen Außenring, die künftig das Kreuzen Richtung Berlin-Lichtenberg und zum Abzweig Eberswalde ermöglichen, müssen dann vor Ort zusammengeschoben und montiert werden.

Derzeit entstehen, um nicht noch mehr Ausfälle für die Pendler im Öffentlichen Personen- und Nahverkehr zu produzieren, jeweils nur Brückenteile neben den Gleisen. Um diese zu verbinden, dafür braucht die Bahn AG einen Zeitraum von fast zwölf Wochen, verteilt auf die einzelnen Streckenabschnitte.  Wie Bahnsprecher Burkhard Ahlert informiert, soll es im Frühjahr einen sogenannten Bürgerdialog geben, um öffentlich über den Ersatz-Fahrplan zu sprechen. Der Bauablauf soll dann weiter erörtert und bekannt gemacht werden.

Ob es auch wieder einen Expressbus nach Bernau gibt, ist ungewiss. Zuletzt steckte dieser im Stau auf der Autobahn 114 zwischen Berliner Stadtgrenze und Anschlussstelle Bucher Straße fest. Ähnliches könnte auch in diesem Sommer drohen. Denn die Autobahn 114 wird ab März Richtung Dreieck Pankow auf je eine Fahrspur ab Schönerlinder Straße eingeengt. Auch das hängt am Karower Kreuz. Die Bahnbrücke für den Außenring wird erneuert.

In den kommenden Jahren bleiben großräumige Sperrungen für die Barnimer und Oberhaveler Pendler an der Tagesordnung. Denn die Bahn AG erneuert insgesamt 13 Brückenbauwerke zwischen Berlin-Buch und Bernau für elf Millionen Euro. Außerdem soll die Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 2 mit Berlin-Malchow 2019 erneuert werden. Entspannung ist nicht zu erwarten.


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