Hochschulen : Corona-Hilfen für Studenten im Land

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Kein Kellnern in der Kneipe, kein Nachhilfeunterricht - Studierende hat die Pandemie hart getroffen

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10. August 2020, 05:00 Uhr

Christian Bark

Potsdam Viele Studenten in Brandenburg trifft die Corona-Krise besonders hart. Damit sie ihr Studium fortsetzen und den Lebensunterhalt weiter bestreiten können, erhalten sie von verschiedenen Seiten Unterstützung. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Mehr als zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium, der Großteil ihrer Jobs und damit ihrer Einkünfte sind durch die Krise weggefallen“, sagte Eric Mülling, Sprecher im Wissenschaftsministerium. Besonders internationale Studierende, die oft auf Nebenjobs zur Finanzierung des Lebensunterhaltes angewiesen sind, seien betroffen.

Dem Sprecher zufolge stelle der Bund 100 Millionen Euro für Zuschüsse an Studierende in akuten Notlagen bereit, die seit Mitte Juni über die Studierendenwerke beantragt werden könnten. „Die Antragszahlen bei den beiden Brandenburger Studentenwerken zeigen, dass der Bedarf groß ist“, sagte Mülling. Für den ersten Antragsmonat Juni seien bei den Studentenwerken in Potsdam und Frankfurt (Oder) zusammen fast 2000 Anträge eingegangen. Aber wegen festgelegter Kriterien sei nur die Hälfte positiv beschieden worden.

Um die Studierenden nicht alleine zu lassen, habe das Land die Härtefallfonds der Studentenwerke um eine halbe Million Euro aufgestockt. „Über Härtefallfonds könnten Studenten Einmalzuschüsse von bis zu 300 Euro bekommen“, so Mülling. Um auch Bafög-Empfänger zu entlasten, werde das Land kurzfristig das Brandenburgische Hochschulgesetz ändern, um Studierenden unbürokratisch und einfach eine coronabedingte Verlängerung der individuellen Regelstudienzeit zu ermöglichen.

Zur Unterstützung finanziell in Not geratener Studierender gab es auch lokale Initiativen an einzelnen Hochschulstandorten, berichtet der Ministeriumssprecher. So an der Universität Potsdam. „Finanziell hat das International Office zusammen mit der Universitätsgesellschaft einen Nothilfefonds für internationale Studierende aufgelegt“, sagte Universitätssprecherin Silke Engel. Darüber hinaus habe der Partnerkreis für Industrie und Wirtschaft Jobangebote für diese Gruppe identifiziert, um die Schieflage abzufedern.

Studenten, die durch finanzielle Probleme mit der Miete in Rückstand geraten, müssen sich beim Vermieter Studentenwerk Frankfurt (Oder) keine Sorgen machen. „Wir haben mit Bewohnern unserer Wohnanlagen viele Mietstundungen vereinbart, um Härtefälle zu vermeiden“, sagtStudentenwerkssprecher Andreas Gaber.

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