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Verkehr : CDU: schnellere und häufigere Züge

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Künftig RX, MX & Co? Eine Studie im Auftrag der CDU-Fraktion zeigt komplett neue Wege – die aber auch Geld kosten.

Die CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag hat ein umfangreiches Konzept für einen besseren Schienenverkehr vorgelegt. Das zusätzliche Angebot solle den Menschen auch Mut machen, in den Regionen zu bleiben, sagte gestern Fraktionschef Ingo Senftleben. „Wir wollen, dass die Regionen gut angebunden sind.“

Ein Kernpunkt sind schnellere Verbindungen von Zentren wie Frankfurt (Oder) nach Berlin mit wenigen Zwischenstopps. Davon getrennt sollen Züge mit häufigeren Stopps in die Berliner Vororte fahren. Damit sollen Zielkonflikte - wie viele angeschlossene Bahnhöfe und trotzdem Fahrten binnen 90 Minuten aus allen Städten Brandenburgs nach Berlin - in Einklang gebracht werden.

Die Aufteilung in einen schnellen RegioExpress (RX) und einen MetropolExpress (MX) für das Berliner Umland wurde in einer Studie untersucht, die das Beratungsunternehmen Innoverse GmbH für die Fraktion anfertigte. Autor ist unter anderem Detlef Woiwode, der in den 1990er Jahren bei der Deutschen Bahn AG das damalige Schienenkonzept entwickelt hatte.

Laut Studie ist der Regionalverkehr in der Region Berlin und Brandenburg „zunehmend mangelhaft“. Die Züge seien zu voll, führen zu selten oder die Fahrzeiten seien zu lang. In den nächsten Jahren sei zudem ein starkes Wachstum bei den Fahrgastzahlen zu erwarten.

Nach Einschätzung der CDU würde das Land für die Umsetzung des Konzepts etwa 75 Millionen Euro im Jahr mehr für den regionalen Zugverkehr aufbringen müssen. Dies entspreche rund 20 Prozent der vom Bund für den regionalen Schienenverkehr ans Land überwiesenen Mittel, die dann komplett dafür genutzt würden, sagte Senftleben. Das Land müsse dann den Nahverkehr mit Bussen aus eigener Tasche bezahlen, wie das in anderen Ländern auch üblich sei.

Neben den jährlichen Kosten wären erhebliche Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Dazu gehören ein neues Signalsystem für mehr Kapazität auf den Strecken und Elektrotriebwagen mit zusätzlichen Batterien. Diese Investitionen soll der Studie zufolge der Bund übernehmen, der für solche Ausgaben bundesweit bereits Mittel bereit gestellt habe.

Zuletzt hatte auch der SPD-Landesvorstand einen Beschluss über einen besseren Schienenverkehr gefasst. Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) hatte zudem allgemeine Ziele für den öffentlichen Nahverkehr vorgestellt. Auf dieser Basis sollen konkrete Projekte entwickelt werden. Die Grünen legten dieses Jahr eine Studie für bessere Busverbindungen zwischen den Regionen vor.

 

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