Brandenburg : Campingplätze starten gut in die Saison

Licht scheint aus einem der Wohnwagen auf einem Campingplatz. Camping erfreut sich in Brandenburg wachsender Beliebtheit.
Licht scheint aus einem der Wohnwagen auf einem Campingplatz. Camping erfreut sich in Brandenburg wachsender Beliebtheit.

Urlaub im Zelt kommt wieder in Mode, doch das allein lockt nicht genug Gäste an.

svz.de von
13. Mai 2019, 08:53 Uhr

Camping erfreut sich in Brandenburg wachsender Beliebtheit. Entsprechend positiv blickt die Branche auf die zurückliegende und neue Saison. „Camping ist eine ernstzunehmende Urlaubsform geworden und lässt sich längst nicht mehr auf Übernachtung auf dem Campingplatz reduzieren“, sagte die Sprecherin des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Brandenburg, Manuela von Schroedel-Siemau Das breitere Angebot locke immer mehr Gäste.

Dass mehr Menschen die 172 märkischen Campingplätze nutzen, bestätigt auch die Tourismus Marketing Brandenburg. „Die Anzahl der Plätze und der angebotenen Schlafplätze ist zwar zurückgegangen, die Zahl der Gäste und Übernachtungen hat aber erheblich zugenommen“, sagte Sprecherin Birgit Kunkel. 2017 sei erstmals die Zahl von einer Million Übernachtungen auf den Campingplätzen überschritten worden. Im Vorjahr habe die Branche aufgrund des guten Sommers erneut einen Rekord erzielen können - fast 1,3 Millionen Übernachtungen wurden gezählt. „Die Campingwirtschaft war im letzten Jahr der Wachstumstreiber“, so Kunkel.

Weil die Branche stark wetterabhängig ist, versuchen die Platzbetreiber mit zusätzlichen Ideen zu punkten. „Es ist das Gesamtpaket der Angebote, das Camping im Land so erfolgreich macht“, sagt Manuela von Schroedel-Siemau. Es sei vom klassischen Zeltplatz bis hin zur Fünf-Sterne-Ferienhausanlage fast alles zu finden. Urlauber brauchten noch nicht mal eine eigene Campingausrüstung, denn vielerorts stünden Wohnwagen oder Mobilheime zur Verfügung.

Viele Plätze investieren in Qualität und Angebotsvielfalt. Der „Königliche Campingplatz Sanssouci“ in Potsdam hat beispielsweise in den vergangenen Jahren seine Sanitäranlagen renoviert und ausgebaut.„Das A und O ist die Sauberkeit“, sagt Campingplatz-Marketingmitarbeiterin Annika Sommerfeld. Gäste nutzten sowohl Stellplätze für Wohnmobile, als auch Ferienhäuschen, die auf dem Platz originellerweise in großen Weinfässern untergebracht sind. „Was wir auch feststellen ist, dass das Zelt eine Renaissance erlebt“, berichtet Sommerfeld.

Auch, wenn Camper heute immer mobiler werden - die durchschnittliche Verweildauer auf märkischen Campingplätzen lag zuletzt bei 3,9 Tagen - hat sich die Zahl der Dauercamper wieder stabilisiert, so Manuela von Schroedel-Siemau. „Auf einigen Plätzen gibt es Wartelisten für Dauermietplätze.“ Größtes Problem der Branche ist der Mangel an Fachpersonal.

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