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Havelregion : Buga endet mit Defizit und weniger Gästen

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Die Zahlen der Buga in der Havelregion klingen ernüchternd: Es kamen weniger Besucher als erwartet, es gibt ein Defizit von zehn Millionen Euro. Die Macher sprechen dennoch von einem Erfolg.

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2015 | 07:00 Uhr

Die Bundesgartenschau der Havelregion endet mit deutlich weniger Gästen als geplant und einem Millionen-Defizit. In den vergangenen 177 Tagen hatte die Schau etwas mehr als 1,05 Million Besucher, wie die Veranstalter am Sonntag in Havelberg mitteilten.

Damit blieb sie deutlich unter der erwarteten Marke von 1,5 Millionen Gästen. Dadurch entstand nach Angaben der Organisatoren ein Defizit von rund zehn Millionen Euro. Die Buga wurde erstmals nicht an einem, sondern an fünf Orten entlang der Havel veranstaltet - neben Havelberg gehörten dazu Brandenburg/Havel, Premnitz, Rathenow und Stölln. Diese Orte hatten rund 35 Millionen Euro investiert.

Der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, Jochen Sandner, verteidigte das Buga-Konzept mit mehreren Standorten.„Da ist überhaupt kein bitterer Beigeschmack oder schlechte Laune. Es war ein Stückchen Neuland.“ Bei den Gästen sei dies gut angekommen, für die kommenden Jahre gebe es Interessenten für ähnliche Konzepte.

Sandner betonte, man müsse sich aber auf veränderte Sehgewohnheiten der Besucher einstellen. Die nächste große Schau für Blumen- und Pflanzenfans sei die Internationale Gartenausstellung 2017 in Berlin.

Die Macher der Bundesgartenschau in der Havelregion zeigten sich trotz der wenigen Besucher und des Defizits zufrieden. Die Region sei bekannter geworden und zusammengewachsen, sagte die Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel und Vorsitzendes des Buga-Zweckverbandes, Dietlind Tiemann (CDU). Es seien mindestens 100 Millionen Euro an Investitionen in die Region geflossen - das habe dauerhaft Auswirkungen. Viele Menschen seien erstmals hierher gekommen. Die Unterkünfte seien ausgebucht gewesen.

Mehrere Stadtchefs betonten, die Mehrkosten seien nicht einfach zu stemmen. Der Havelberger Bürgermeister Bernd Poloski steht jedoch zu der Entscheidung für die Buga: „Wenn wir heute wieder vor der Wahl stünden und jemand sagen würde, es kommen aber noch mal 650 000 Euro für die Stadt Havelberg dazu - wir würden sicherlich genauso wieder entscheiden.“

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