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Brandenburg

13. Dezember 2017 | 19:53 Uhr

Brote backen für die Dritte Welt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

In Brandenburg startete bundesweite Aktion von Kirche und Bäckerhandwerk

svz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 16:44 Uhr

Rebecca Pahl hat Mehl im Gesicht. Zusammen mit drei anderen Konfirmanden aus Schwante und Vehlefanz posiert die 13-Jährige mit Broten in der Form der Zahl 5000 im Berliner Haus der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Gemeinsam mit ihrem Pfarrer waren die Jugendlichen in die Backstube des Bäckermeisters Karl-Dietmar Plentz aus Oberhavel gezogen, um dort zu backen. Anschließend verkauften sie ihr Brot zugunsten der Aktion „Brot für die Welt“. Immerhin 600 Euro kamen so zusammen, mit denen nun Kindern und Jugendlichen in Bangladesch, Ghana und Kolumbien geholfen werden soll.

„Es hat Spaß gemacht, die Brote selbst zu backen“, sagt Rebecca Pahl. „Vor allem, weil wir damit anderen Kindern helfen konnten.“

Geht es nach der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, soll die in Brandenburg gestartete Aktion zu einem bundesweiten Erfolg werden. „5000 Brote“ haben die Protestanten die Aktion genannt – in Anlehnung an die biblische Speisung der 5000. Doch bislang haben sich schon über 10 000 Konfirmanden aus fast 900 Kirchengemeinden in 650 Bäckereien in ganz Deutschland zum Brot backen gemeldet.


„Cooler Gedanke – als Bäcker und Christ“


„Brot ist etwas Elementares“, sagt der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider, der die Aktion am 5. Oktober mit einem Erntedankgottesdienst in Berlin auch offiziell eröffnen will. „Brot steht für Leben – es kommt deshalb im Vaterunser vor: ,Unser tägliches Brot gib uns heute!’“ Und der Brandenburger Bäckermeister Plentz ergänzt: „Wenn ich mit meinen Kollegen in den Erntedankgottesdienst gehe, können wir erkennen, dass es uns so gut geht, dass wir noch etwas abgeben können“, sagte Plentz. „Diesen Gedanken finde ich cool – als Christ und Bäcker.“

Profaner sieht der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, Peter Becker, die Aktion. Gerade in der Zeit des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels sei es wichtig, dass junge Menschen mit dem Beruf des Bäckers etwas verbinden könnten. „Wir können zusammen den Menschen in der Dritten Welt helfen und wir können dabei den Jugendlichen unseren wunderbaren Beruf vorstellen.“ Er rechne damit, dass am Ende bis zu 50 000 Brote in Kirchengemeinden und auf Erntedankfesten verkauft werden, was zu einem Erlös in Höhe von rund 250 000 Euro führen würde.


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