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DAK-Analyse : Brandenburger sind häufig krank

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Laut aktueller DAK-Analyse liegen die Fehltage deutlich über dem Bundesschnitt

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2017 | 18:30 Uhr

Brandenburg zählt weiter zu den Bundesländern mit dem höchsten Krankenstand. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse unter 120 000 erwerbstätigen Versicherten der DAK. 2016 hätten sich zwar weniger Arbeitnehmer krankgemeldet als im Jahr zuvor, dennoch liege Brandenburg mit an der Spitze.

Um 0,2 Prozentpunkte hat sich die Statistik der DAK-Versicherten im Land verbessert. Der Krankenstand von 5 Prozent liegt aber nach Angaben der Krankenkasse weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 3,9 Prozent. Rückenschmerzen und Muskel-Skelett-Erkrankungen haben demnach die märkischen Arbeitnehmer zu den Ärzten getrieben. „Sie verursachten fast 421 Fehltage, das sind bezogen aufs Vorjahr aber knapp 14 Tage weniger“, sagte Pressesprecher Stefan Poetig am Freitag.

Der leichte Trend zu mehr Gesundheit ist nach Auswertung der Krankschreibungen auch auf die milde Witterung zurückzuführen. Da eine starke Erkältungswelle ausgeblieben sei, machten Atemwegserkrankungen wie Bronchitis den Menschen in Brandenburg weit weniger zu schaffen als noch im Jahr zuvor. Anfälliger sind die Versicherten der DAK für psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände, die laut DAK als einzige relevante Diagnose 2016 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen sei und mit knapp 281 Ausfalltagen auf dem dritten Platz der häufigsten Fehlzeiten liegen. Das deckt sich mit Erhebungen der AOK Nordost.

Aus dem Gesundheitsreport der Techniker-Krankenkasse (TK) von 2016 geht hervor, dass die Brandenburger nicht nur weitaus anfälliger für Krankheiten als der Bundesdurchschnitt sind, sondern dass sie auch öfter als Menschen in anderen Bundesländern zu Medikamenten greifen: Am häufigsten, so die Statistik unter den 270 000 in Brandenburg lebenden TK-Versicherten, würden Herz-Kreislauf-Medikamente verordnet – und zwar 17 Prozent mehr als im übrigen Teil Deutschlands, wie TK-Sprecher Lennart Paul betont.

Und noch etwas stellt der Gesundheitsreport der Techniker-Krankenkasse klar: Frauen sind länger krank als Männer – 2015 statistisch betrachtet 21,5 Tage. Männer meldeten sich nach 17 Tagen wieder gesund. Die meisten Fehltage sind bei der TK im Landkreis Ostprignitz-Ruppin angefallen, die wenigsten in Potsdam.  

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