Brandenburger Landtag will „Kulturort des Jahres“ schaffen

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20. September 2018, 09:49 Uhr

In Brandenburg soll es künftig alle zwei Jahre einen „Kulturort des Jahres“ geben. Das forderte der Potsdamer Landtag am Mittwochabend auf gemeinsamen Antrag von CDU, SPD, Grünen und Linkspartei. Vorbild dafür sind die Niederlande.

Dort besuchte der Kulturausschuss des Landtags in diesem Jahr die Stadt Leeuwarden, die Kulturstadt des Jahres gewesen ist. Der Templiner CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann regte danach an, dieses Konzept zu übernehmen.
Die Vorsitzende des Kulturausschusses, die Abgeordnete Marie-Luise von Halem, berichtete, Leeuwarden leide unter struktureller Armut und liege eher am Rande des Landes.

„Vor zehn Jahren hat es in Leeuwarden noch den Leeuwarden-Blues gegeben“, habe der stellvertretende Bürgermeister von Leeuwarden der Delegation erklärt. „Heute ist man stolz darauf, in einer schönen Stadt zu leben.“

„Was die Region Friesland aus ihrem Selbstverständnis gemacht hat, war faszinierend – und wir können es hier auch“, sagte die Vorsitzende des Kulturausschusses, Marie-Luise von Halem. Wichmann erklärte, eine solche Initiative könne den Gemeinden die Möglichkeit zu bieten, sich überregional zu präsentieren.

Allerdings dürfe so etwas nicht einfach nur mit einem Lottoscheck bezuschusst werden. Vielmehr müsse die Landesregierung dafür Geld in die Hand nehmen. „Es muss etwas sein, was über den Ort hinaus eine Anziehungskraft entwickelt.“ Der Antrag wurde mit den Stimmen aller Fraktionen in den Kulturausschuss überwiesen.

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