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Präsentation : Brandenburg zeigt sich in London

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Regelmäßig buhlt die Mark um Touristen und Investoren – nun ist zum Jahrestag der Einheit ein Auftritt in Großbritannien geplant.

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Das Land Brandenburg will sich zum Tag der Einheit Anfang Oktober in London präsentieren. Großbritannien sei einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Brandenburgs, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gestern in Potsdam. Die Planungen für die Präsentation seien bereits älter als der Brexit. Angesichts des anstehenden Ausscheidens Großbritanniens aus der Europäischen Union sei es aber gerade wichtig, weiterhin gute Beziehungen zu pflegen und die negativen Folgen möglichst gering zu halten.

„Wir wollen zeigen, was Brandenburg seit der Wende erreicht hat. Wir wollen ebenfalls dafür sorgen, dass die reisefreudigen Briten noch neugieriger werden auf das Kultur- und Reiseland Brandenburg“, sagte Woidke. Geplant sind vom 4. bis zum 6. Oktober Präsentationen, Unternehmergespräche und eine Reihe von Kulturveranstaltungen.

Brandenburg wirbt in der Regel alle zwei Jahre zum Tag der Deutschen Einheit im Ausland. In London war Brandenburg zuletzt 2006 präsent. 2008 gab es Veranstaltungen in Warschau, 2011 in Zagreb und 2013 in Den Haag.

Der Chef der Tourismus Marketing Brandenburg, Dieter Hütte, sagte, nach Polen, Niederlande und Dänemark sei Großbritannien zuletzt auf Platz vier der wichtigsten Herkunftsländer von Touristen gewesen. Im vergangenen Jahr seien 53 000 Übernachtungen von Besuchern aus Großbritannien gezählt worden, das seien 5,5 Prozent der gesamten Ausländerübernachtungen.

Wichtige Themen für den Tourismus seien die Naturlandschaften Brandenburgs, das neue Museum Barberini in Potsdam, das Thema 100 Jahre Bauhaus oder auch die Schlösser und Parks im Land.

Woidke sagte auf die Frage, warum bei der Tourismuswerbung und Investorensuche in London nicht stärker mit Berlin zusammengearbeitet werde, es gebe eine Arbeitsteilung. Brandenburg könne selbstbewusst sagen, es bekomme eine solche Präsentation selbst hin. Dazu berichtete er von einer Anekdote von einem Treffen mit der britischen Queen. Er habe ihr damals gesagt, dass Berlin wichtig, Brandenburg aber schön sei. Die Queen habe darauf geantwortet, dass auch Brandenburg wichtig sei.

Ein Höhepunkt der Landespräsentation in London wird ein Auftritt des Deutschen Filmorchesters Babelsberg sein. Dabei begleiten die Musiker anlässlich des 100-jährigen UFA-Jubiläums den 1924 entstandenen Stummfilm-Klassiker „Der letzte Mann“ von Friedrich Wilhelm Murnau, wie der Intendant des Filmorchesters, Klaus-Peter Beyer, berichtete.

Nach Angaben der Wirtschaftsförderung Brandenburg unterhalten derzeit 154 Unternehmen in Brandenburg Geschäftsbeziehungen mit Großbritannien. Derzeit gebe es 28 britische Niederlassungen im Land. Zu den bekanntesten gehört der Triebwerkshersteller Rolls-Royce in Dahlewitz südlich von Berlin. Für die Präsentation steht ein Etat von 143 000 Euro zur Verfügung, davon kommen 70 000 Euro vom Land und 73 000 Euro von Sponsoren.

 

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