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DRK : Blutspendedienst drohen künftig größere Engpässe

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Für den Blutspendedienst verliefen die Feiertage überaus erfolgreich. Zwei Sondertermine seien in Brandenburg sehr gut besucht worden, sagte Kerstin Schweiger, Sprecherin der gemeinnützigen Gesellschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Für den Blutspendedienst verliefen die Feiertage überaus erfolgreich. Zwei Sondertermine seien in Brandenburg sehr gut besucht worden, sagte Kerstin Schweiger, Sprecherin der gemeinnützigen Gesellschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Dadurch konnten wir mit einem stabilen Bestand an Konserven ins neue Jahr gehen.“ Vor allem in den Ferien und in den Wintermonaten sinkt die Spendenbereitschaft zumeist dramatisch.

Nach Angaben des Blutspendedienstes Nord-Ost, der für die Länder Brandenburg, Berlin, Sachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein zuständig ist, werden in den genannten Ländern täglich 2250 Blutspenden benötigt, um die Versorgung sicherzustellen. In Brandenburg werden laut Schätzungen jeden Tag 800 bis 900 Konserven gebraucht. „Es ist immer wieder eine Gratwanderung“, so Schweiger. Vor allem zu Jahresbeginn, wenn in den Kliniken die Operationen und Behandlungen wieder im Normalbetrieb laufen, herrsche große Nachfrage.

Für die kommenden Jahre erwartet das DRK häufigere Engpässe, da immer weniger Menschen gesundheitlich in der Lage sind, Blut zu spenden. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Konserven jährlich um durchschnittlich ein Prozent.

„Der demografische Wandel wird die Situation verschärfen“, sagt die Sprecherin des Blutspendedienstes. Vom 18. bis zum 71. Lebensjahr ist die Abgabe möglich – Frauen können den Richtlinien zufolge insgesamt nur viermal, Männer insgesamt sechsmal im Jahr spenden. Mit einer ärztlichen Untersuchung wird die Eignung überprüft. Zeitweilige Ausschlussgründe sind unter anderem Krankheiten, die Einnahme von Antibiotika oder Piercings. Dann sind Sperrfristen vorgeschrieben.

Vor allem jüngere Menschen will die Organisation für die uneigennützige Spende gewinnen. Bislang gehören nur drei Prozent der Bevölkerung zu Blutspendern, ein Drittel sei jedoch grundsätzlich dafür geeignet, betont Schweiger. „Das ist aus unserer Sicht eine wichtige Form ehrenamtlichen Engagements.“ Dabei ist die Spendenbereitschaft in Brandenburg derzeit noch intakt – dies gelte vor allem für den ländlichen Raum.

Für viele Erkrankungen sind aus menschlichem Blut gewonnene Präparate oft die einzige Behandlungsmöglichkeit. Aus jeder Spende können drei Präparate hergestellt werden. Allein ein Fünftel der Konserven wird für die Behandlung von Krebspatienten verwendet, da Chemo- und Strahlentherapien die Blutzellen angreifen.

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erstellt am 03.Jan.2014 | 23:00 Uhr

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