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Aufwertung für Brandenburgs Elbe-Abschnitt : Biosphärenreservat feiert 20. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

420 Hektar Überflutungsflächen wurden geschaffen – Natur als Tourismusfaktor

svz.de von
erstellt am 10.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Unter dem Motto „Im Fluss der Zeit“ hat das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg am Sonnabend in Wittenberge sein 20jähriges Bestehen gefeiert. „Das Motto der Veranstaltung ist gut gewählt“, sagte Brandenburgs Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde. „Diese Landschaft ist, vor allem durch die Menschen, einem ständigen Wandel unterworfen. Im Biosphärenreservat wurden wegweisende Projekte realisiert. Dazu zählt die Deichrückverlegung bei Lenzen. Mit dem Naturschutzgroßprojekt ist es gelungen, die Interessen des Hochwasser- und Naturschutzes miteinander zu verbinden“, so Carolin Schilde.

Das Vorhaben, mit dem 420 Hektar Überflutungsfläche geschaffen wurden, ist nur ein Markstein der 20-jährigen Erfolgsgeschichte des Biosphärenreservats. Mit einem aktiven Netzwerk von Partnern in der Region und den Rangern der Naturwacht Brandenburg engagierte sich das Biosphärenreservat auch mit vielen anderen Projekten wirksam für eine nachhaltige Entwicklung an der Elbe und die Bewahrung der wertvollen Lebensräume.

Heute ist die Flusslandschaft dank der wertvollen Natur zwischen Havelberg und Dömitz ein bedeutendes touristisches Ziel im nordwestlichen Brandenburg. Die enorme Lebensraumvielfalt und Artenfülle auf engem Raum lassen Naturfreunde schwärmen. Mehr als 260 Vogel-, zwölf Amphibien- und 36 Tagfalterarten sind zu entdecken. Die Entwicklung des Tourismus naturverträglich und nachhaltig zu gestalten, ist deshalb immer wieder neue Herausforderung für das Biosphärenreservat und seine Partner. Dazu zählen 17 zertifizierte Kultur- und Landschaftsführer vom NABU und die vom BUND betriebenen Besucherinformationszentren Rühstädt und Lenzen.

Eine wichtige Rolle spielen die 13 zertifizierten Partnerbetriebe in der Elbtalaue, die sich im Tourismus, der Landwirtschaft und im produzierenden Gewerbe zum Biosphärenreservat bekennen. Das Netzwerk zu stärken und neue Partner für die regionale Kreislaufwirtschaft zu gewinnen, zählt zu den wichtigsten Zielen des Biosphärenreservats. Auch mit vielen Beispielen naturverträglicher Landnutzung wartet das Biosphärenreservat als Modellregion für eine nachhaltige Entwicklung auf.  

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