Bergbauamt genehmigt letzten Teilabschnitt für Erdgas-Pipeline

Schweißer Christoph Lubes erwärmt auf der Baustelle der Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL) ein Rohrende vor dem Verschweißen. ddp
Schweißer Christoph Lubes erwärmt auf der Baustelle der Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL) ein Rohrende vor dem Verschweißen. ddp

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19. Februar 2010, 01:57 Uhr

Cottbus | Der Weg für die Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) von Lubmin an der Ostsee bis Olbernhau an der deutsch-tschechischen Grenze ist endgültig frei. Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) in Cottbus hat nun auch den letzten Abschnitt für die Erdgas-Fernleitung genehmigt, wie die Behörde und der künftige Netzbetreiber OPAL NEL Transport GmbH gestern in Cottbus und Kassel mitteilten. Die letzte Baugenehmigung betrifft den südlichen Teil der OPAL in Brandenburg. Es geht um einen 126 Kilometer langen Trassenabschnitt in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz. Dazu gehört auch eine Verdichter station in Radeland bei Baruth. Die Genehmigung für den nördlichen Teil der OPAL in Brandenburg hatte das Landesbergamt Ende 2009 erteilt. Die Plan feststellungsbeschlüsse für die jeweils rund 100 Kilometer langen OPAL-Abschnitte in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen lagen bereits im Sommer 2009 vor.

Mit der letzten Genehmigung aus Brandenburg seien nun alle Voraussetzungen geschaffen, um den Bau der OPAL zeitgerecht zu realisieren, sagte OPAL-NEL-Geschäftsführer Bernd Vogel. Die Fernleitung sei das derzeit größte deutsche Erdgas-Infrastrukturprojekt. Mit OPAL soll die Ostsee-Pipeline Nord Stream mit dem europäischen Erdgasnetz verbunden werden. Von Lubmin bei Greifswald führt die Trasse der OPAL über rund 470 Kilometer bis nach Tschechien.

Nach Angaben des Brandenburger Landesbergamtes war insbesondere für die Verdichterstation Radeland eine umfangreiche Abwägung der Belange privater und öffentlicher Parteien nötig. Es wurden mehrere Hundert Einwendungen und mehr als 100 Stellungnahmen bearbeitet. Die Mehrzahl der Einwendungen betraf den Standort der Verdichterstation. Bedenken zeigten die Bürger in Bezug auf Anlagensicherheit, Emissionen, Waldbrandgefahr sowie weiterer Umweltauswirkungen.

In Brandenburg muss eine Verdichterstation gebaut werden, um den Transportdruck in der künftigen Ferngasleitung aufrechtzuerhalten. Nach Protesten von Bürgerinitiativen gegen den ursprünglich geplanten Bau der Station in Groß Köris bei Königs Wusterhausen waren weitere Varianten geprüft worden, darunter der Standort Radeland bei Baruth.

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