Bei Neuruppin wird A24 sechsspurig

Großbauprojekt soll 2018 beginnen / Private Investoren unterstützen Vorhaben

svz.de von
31. März 2016, 08:00 Uhr

In zwei Jahren wird die Autobahn A24 zwischen dem Dreieck Pankow und Neuruppin zur Großbaustelle. Bis zum Jahr 2022 sollen auf dem Abschnitt die Fahrbahnen saniert und deutlich verbreitert werden. So sieht es der aktuelle Zeitplan der Baufirma Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) vor. Deren Sprecher Michael Zarth berichtet, dass bei dem in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) geplanten Großbauprojekt ab 2018 die Bagger rollen sollen.

Autobahnen werden in Deutschland seit 2010 häufig im Rahmen von öffentlich-privater Partnerschaft gebaut. Der Bund beteiligt die privaten Investoren an Einnahmen aus der Lkw-Maut – und das über einen Zeitraum von 30 Jahren. Ziel ist, dass der Staat Investitions- und Instandhaltungskosten spart. Der Bundesrechnungshof hat allerdings in den vergangenen Jahren nach der Analyse mehrerer abgeschlossener Projekte wiederholt gerügt, dass die Kosten am Ende höher gewesen seien als bei einer konventionellen Umsetzung der Projekte.


Rund 400 Millionen Euro Kosten


Für den geplanten Ausbau vom Dreieck Pankow bis zur Anschlussstelle Neuruppin wird mit Kosten von rund 400 Millionen Euro gerechnet. In den vier geplanten Baujahren in den Landkreisen Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin soll die Autobahn auf sechs Spuren verbreitert werden. Zwischen den Anschlussstellen Kremmen und Neuruppin werden aber nur bedarfsweise sechs Fahrspuren frei. Bei erhöhtem Verkehrsaufkommen wird die Standspur für den Verkehr freigegeben.


Freigabe der Standspur möglich


Voraussetzung dafür ist, dass die künftige Standspur nach Abschluss der Bauarbeiten die entsprechende Breite hat, nämlich 3,5 Meter. Die Freigabe der zusätzlichen Spuren regeln die Verkehrsbehörden dann tagesaktuell über sogenannte Wechselzeichen. Besonders bei Stau nach Unfällen oder Ferienverkehr kann das für Entspannung sorgen. Wenn es zur Freigabe der jeweils dritten Fahrspur kommt, ist indes aber mit besonderer Geschwindigkeitsbeschränkung zu rechnen, wie schon entsprechend auf einigen Autobahnen praktiziert wird.

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