Brandenburg : Zwischen Politik und Festtagsbraten

Die Kombo zeigt die Brandenburger Politiker  Martina Münch, Günter Baaske, Jörg Vogelsänger (o. v.l.), Dietmar Woidke, Ralf Holzschuher, Anita Tack und Ralf Christoffers (unten v.l.).
Die Kombo zeigt die Brandenburger Politiker Martina Münch, Günter Baaske, Jörg Vogelsänger (o. v.l.), Dietmar Woidke, Ralf Holzschuher, Anita Tack und Ralf Christoffers (unten v.l.).

Weihnachtsgesang, Schlemmerei und Muße bestimmen für ein paar Tage das Politiker-Dasein / Infrastrukturminister feiert in Neuseeland

svz.de von
24. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Die Gewinner besinnlicher Weihnachtstage in Brandenburgs Minister-Familien stehen schon fest: Kinder, für die sich ihre Eltern endlich mal Zeit nehmen wollen. Mit der größten Schar hat es Bildungsministerin Martina Münch (SPD) zu tun. Gleich sieben hat die Ärztin zu versorgen. „Auch die beiden Ältesten kommen nach Cottbus.“ Von ihnen studiert der Sohn in Leipzig und bestreitet die Tochter aktuell in Frankreich ihr Freiwilliges Soziales Jahr. „Worauf ich mich am meisten freue, ist, dass wir Zeit für Hausmusik haben werden“, erzählt Münch. Alle spielen ein Instrument. „Hier kommt eine eigene Familien-Combo zusammen.“ Natürlich stellt sich die Ministerin selbst an den Herd. „Heiligabend wird es bei uns ganz klassisch Kartoffelsalat mit Würstchen geben.“

Münchs Kabinettskollege, Arbeitsminister Günter Baaske (SPD), feiert beschaulich in Lütte bei Bad Belzig. Nach dem Kirchgang am 24. Dezember ist die Bescherung mit seinen vier Kindern geplant. Traditionell gibt es auch Kartoffelsalat mit Bockwurst. An den Feiertagen geht es dann raus zu den Verwandten.

Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) feiert zusammen mit den beiden Töchtern, seiner Frau und seiner Mutter zu Hause in Neuseeland. „Das ist nicht auf der anderen Seite der Welt, sondern ein Ortsteil von Erkner“, erklärt er. Den Weihnachtsbaum holt Vogelsänger direkt aus seinem Vorgarten. Seit Jahren betreibe er dort eine kleine Schonung. „Fünf bis sechs Jahre brauchen die, bis ich die ernten kann.“ Gerade hat er drei neue Bäumchen angepflanzt.

In der Lausitz ist Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zu Hause. Bevor es zur Bescherung kommt, besucht der Regierungschef noch die Kinderstation des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums. Abends soll dann Zeit für Muße bleiben, und es geht zur Christmette in die Kirche. Auch wenn der Landesvater gerne kocht, wird über das Fest kaum dafür Zeit bleiben. „Am ersten Weihnachtsfeiertag treffe ich mich traditionell mit Freunden zum Frühschoppen, da muss meine Frau den Braten übernehmen.“ Ansonsten will der 52-Jährige die Feiertage nutzen, um endlich mal wieder ausgiebig zu joggen.

Ganz in Familie verbringt auch Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) das Fest in Brandenburg/Havel mit seiner Frau, seinen beiden Kindern und den Schwiegereltern. Am ersten Weihnachtsfeiertag wird er aber noch einmal kurz dienstlich: Da besucht Holzschuher Polizeibeamte in der Direktion West und im Revier Bad Belzig. Für sie wird er ein paar Weihnachtsstollen im Gepäck haben.

Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) zieht über die Feiertage nach Dresden. In der sächsischen Metropole kommt Heiligabend Hühnerfrikassee auf den Tisch. „Das ist Tradition.“ Anschließend soll es von einem Festtagskonzert zum anderen gehen. Silvester verbringt Tack wieder in Potsdam und hofft auf gutes Wetter. Um Mitternacht will sie im Park von Sanssouci das neue Jahr begrüßen.

Für Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) ist Weihnachten, wenn er zusammen mit seiner Tochter einen Baum aus dem Bernauer Forst holen kann. Der designierte Finanzminister Christian Görke (Linke) schließlich will es über das Fest ruhig angehen lassen. Dafür ist zum Jahreswechsel „Rambazamba“ in den Südtiroler Alpen geplant.

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