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Asylbewerber : : Zahl hat sich in Brandenburg seit 2012 verdoppelt

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Wie das Potsdamer Innenministerium mitteilte, wohnten Ende Juli 28 Asylberechtigte, 297 anerkannte Flüchtlinge, 2130 geduldete Flüchtlinge und 3967 Asylbewerber im Land.

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erstellt am 18.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Die Zahl der Asylbewerber in Brandenburg hat sich innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt. Wie das Potsdamer Innenministerium mitteilte, wohnten Ende Juli 28 Asylberechtigte, 297 anerkannte Flüchtlinge, 2130 geduldete Flüchtlinge und 3967 Asylbewerber im Land. „Allein die Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt beherbergt aktuell 1385 Asylbewerber“, sagt Ministeriumssprecher Wolfgang Brandt. Von ihnen komme mehr als die Hälfte aus Syrien, Serbien, Tschetschenien und Eritrea.

Um den Zulauf einzudämmen, will die Bundesregierung die Balkanländer Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina zu sogenannten sicheren Drittstaaten erklären, damit Asylbewerber aus dieser Region schneller abgeschoben werden können. Im Bundesrat, der heute dazu beraten will, hakt die Zustimmung noch wegen Bedenken der Grünen.

Im Erstaufnahmelager Eisenhüttenstadt bleiben die Flüchtlinge nach Auskunft des Inneministeriums in der Regel maximal drei Monate. Danach würden sie auf die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt und dort in Gemeinschaftsunterkünften oder Wohnungen untergebracht

„Als Konsequenz aus der wachsenden Zahl von Asylbewerbern im vergangenen Jahr wurden bereits Wohncontainer auf dem Gelände in Eisenhüttenstadt aufgestellt“, so Brandt. Dort stehen derzeit - inclusive von 250 Notbetten - 1600 Aufnahmeplätze zur Verfügung.

Ferner würden im Land ehemalige Jugendwohnheime oder Kasernengebäude als Unterkünfte angemietet. Zudem nutze das Land auch das leerstehende Gebäude für das Flughafenasylverfahren am Flughafen Schönefeld.

Nach Ansicht des Flüchtlingsrates ist das Erstaufnahmelager überfüllt. Er kritisiert zudem die Integrationsmöglichkeiten der Asylbewerber. „Viele Unterkünfte sind ab vom Schuss, auf dem Arbeitsmarkt haben Deutsche und EU-Bürger Vorrang“, sagt Gabriela Jaschke. Unmut gegen die Fremden gebe es in Brandenburg kaum

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