Umfrage belegt: Nur Woidke ist im Land bekannt

Brandenburger vertrauen dem Regierungschef / Mehrheit wünscht Große Koalition

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05. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Für den BrandenburgTREND vom Dezember 2013 hat die Gesellschaft infratest dimap 1000 Wahlberechtigte im Land Brandenburg befragt und so ihre Meinung zum derzeitigen politischen Geschehen erforscht. Vor allem Regierungchef Dietmar Woidke konnte hierbei punkten. Die Umfrage bescheinigt ihm hohe Bekanntheitswerte, große Glaubwürdigkeit und Akzeptanz.

66 Prozent der Befragten bescheinigen dem im August gewählten Ministerpräsidenten, dass er in der Öffentlichkeit eine gute Figur abgibt. Nur neun Prozent bestreiten dies. 61 Prozent halten Woidke für glaubwürdig. 45 Prozent halten ihn für eine starke Führungspersönlichkeit. Vor allem die Altersgruppe 60plus bescheinigt Woidke überdurchschnittlich oft, eine starke Führungspersönlichkeit zu sein und glaubwürdig zu wirken. Generell gilt, dass die Zustimmung für den 52-Jährigen mit dem Alter der Befragten zunimmt.

Insgesamt verfügt der Lausitzer bereits über ein hohes Ansehen bei den Brandenburgern – auch wenn er an die überragenden Werte seines Vorgängers Matthias Platzeck noch nicht heranreicht. Diesem hatten auf dem Höhepunkt seiner Beliebtheit 2009 rund 90 Prozent der Befragten bescheinigt, eine gute Figur abzugeben, und 73 Prozent hielten den Potsdamer damals für eine starke Führungspersönlichkeit.

Im Vergleich der künftigen Spitzenkandidaten der fünf im Landtag vertretenen Parteien zur Landtagswahl im September 2014 ragen die Zufriedenheit mit dem SPD-Kandidaten und dessen Bekanntheitswerte heraus. 51 Prozent der Befragten sind mit Woidke zufrieden oder sehr zufrieden. Der designierte Parteichef der Linken, Christian Görke, kommt auf 16 Prozent, CDU-Chef Michael Schierack auf 15 Prozent, Andreas Büttner, Spitzenkandidat der FDP, auf 13. Mit Grünen-Fraktionschef Axel Vogel, der wohl Teil einer Doppelspitze seiner Partei werden wird, sind nur zehn Prozent zufrieden oder sehr zufrieden.

Eine knappe Mehrheit von 48 Prozent würde sich nach der nächsten Wahl eine Koalition von SPD und CDU wünschen. Hierbei ist auffällig, dass die Präferenz für dieses Bündnis bei den jungen Brandenburgern bis 29 Jahre sogar bei 65 Prozent liegt und dann in den weiteren Altersgruppen sinkt. Nur 38 Prozent der über 60-Jährigen plädiert für eine rot-schwarze Koalition nach der Landtagswahl im September 2014.

43 Prozent der befragten Brandenburger sähen lieber die Fortsetzung der rot-roten Koalition. Wobei die Jüngeren dies eher skeptisch sehen, die knappe Mehrheit der Generation 60plus aber dafür votiert.

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