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Unterschriftenaktion : Sturmlauf gegen Früheinschulung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mindestens 20 000 Unterschriften gegen Früheinschulung wollen Brandenburger Eltern heute an Bildungsminister Günter Baaske (SPD) und Landtagspräsidentin Britta Stark in Potsdam übergeben.

Und wieder ist eine Unterschriftensammlung erfolgreich: Mindestens 20  000 Unterschriften gegen Früheinschulung wollen Brandenburger Eltern heute an Bildungsminister Günter Baaske (SPD) und Landtagspräsidentin Britta Stark in Potsdam übergeben.

Die Unterzeichner fordern, den Stichtag für die Einschulung von Kindern vom 30. September auf den 30. Juni zurückzuverlegen. Durch den aktuellen Stichtag würden viele Kinder bereits mit fünf Jahren eingeschult, darunter auch Kinder, die noch nicht schulreif seien, sagte Landeselternsprecher Wolfgang Seelbach, der die von Eltern aus dem Landkreis Elbe-Elster und der Uckermark gestartete Initiative unterstützt, gegenüber dieser Zeitung.

In Brandenburg war der Stichtag für die Einschulung von Kindern zum Schuljahr 2005/2006 vom 30. Juni auf den 30. September verlegt worden.

„Wir stellen fest, dass die Anzahl der Kinder, die ein Jahr zurückgestellt werden, auf 17 Prozent gestiegen ist“, so Seelbach.

Doch wenn Eltern der Meinung sind, dass ihr Kind nicht schulreif sei, und deswegen nicht eingeschult werden solle, werde dieser Wunsch „im Grunde nur in Potsdam befolgt.“ Gerade im ländlichen Raum würden Schulleiter oft auch Kinder, die nicht schulreif seien, einschulen, um auf diese Weise die Klassen voll zu bekommen.

Ein Sprecher des Bildungsministeriums erklärte gestern auf Nachfrage, Baaske werde die Unterschriften gerne entgegen nehmen, und mit den Initiatoren der Sammlung über den aktuellen Stand der Rückstellungen sprechen.

Benjamin Lassiwe



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