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Festlegungen bei Koalitionsverhandlungen: : Schulfusionen sind nun möglich

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Aus der Redaktion des Prignitzers

SPD und Linke einigten sich außerdem darauf, dass in ländlichen Räumen Schulzentren gebildet werden können. SPD-Chef Woidke betonte, dass dies auf freiwilliger Basis erfolgen solle, wenn Schulträger und Eltern dies wünschen.

svz.de von
erstellt am 01.Okt.2014 | 22:00 Uhr

An brandenburgischen Kitas soll der Betreuungsschlüssel, also die Zahl der Kinder pro Erzieher, in den kommenden Jahren spürbar verbessert werden. Das ist die erste Festlegung von SPD und Linker in den Koalitionsverhandlungen. Außerdem sollen freiwillige Schulzusammenschlüsse ermöglicht werden.

Wie aus den Koalitionsverhandlungen verlautete, sind sich Sozialdemokraten und Linke einig, dass sich künftig ein Kinderkrippenerzieher durchschnittlich um fünf statt bislang sechs Kinder im Alter bis zu drei Jahren kümmern soll. Für die Drei- bis Sechsjährigen ist ein Betreuungsschlüssel von eins zu elf statt jetzt eins zu zwölf vorgesehen. Die SPD hatte im Wahlkampf nur zusätzliche Stellen für den Krippenbereich vorgesehen. Alles andere sei nicht finanzierbar, hatte SPD-Chef Dietmar Woidke erklärt. Nun setzte sich die Linke, die für beide Altersgruppen Verbesserungen versprochen hatte, offenbar durch. Auch bei der Neueinstellung von Lehrern punktete die Linke. So sollen in der nächsten Legislaturperiode 4300 Lehrer neu eingestellt werden. 3600 Lehrer werden bis zum Jahr 2019 altersbedingt ausscheiden. Die SPD hatte in ihrem Wahlprogramm nur 4000 Neueinstellungen.


Standorte durch Fusion sichern


Günther Fuchs, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, sprach von einem Schritt in die richtige Richtung. Allerdings sei mit den Neueinstellungen angesichts des hohen Krankenstandes kaum eine Verbesserung zu erreichen. Allenfalls könne es gelingen, den geplanten Unterricht regulär durchzuführen.

SPD und Linke einigten sich außerdem darauf, dass in ländlichen Räumen Schulzentren gebildet werden können. SPD-Chef Woidke betonte, dass dies auf freiwilliger Basis erfolgen solle, wenn Schulträger und Eltern dies wünschen. Der Schulfriede solle erhalten bleiben. Keine aktuelle Schulform werde abgeschafft. Schulzentren können sowohl Zusammenlegungen von Grundschulen und Oberschulen als auch von Oberschulen und Gymnasien seien. Die Linke argumentierte, dass damit Schulstandorte im ländlichen Raum bei sinkenden Kinderzahlen erhalten bleiben könnten. Eine Ausweitung der Inklusion auf alle Schulen wurde vertagt.

 

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