Umfrage : Rot-Rot baut Vorsprung aus

Scheinen aus Wählersicht alles richtig zu machen:  Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Finanzminister Christian Görke (Linke).
Scheinen aus Wählersicht alles richtig zu machen: Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Finanzminister Christian Görke (Linke).

Umfrage sieht Koalition in der Wählergunst weiter vorne

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20. September 2015, 15:29 Uhr

Trotz der Flüchtlingskrise, der Koalitionsstreitigkeiten um die Bildung und der bevorstehenden Kreisgebietsreform hat Brandenburgs rot-rote Koalition derzeit Oberwasser: Wären am kommenden Sonntag Landtagswahlen, würden 35 Prozent der Wähler die SPD und 20 Prozent die Linkspartei wählen.

Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“. Bei der Landtagswahl 2014 war die SPD noch auf 31,9 Prozent der Wählerstimmen gekommen, die Linken waren auf 18,6 Prozent eingebrochen.
Gegenüber dem Wahlergebnis leicht steigern konnten sich auch CDU und Grüne: Die CDU rangiert nun bei 24 Prozent, die Grünen bei sieben. Deutlich eingebrochen ist dagegen die rechte „Alternative für Deutschland“, die von 12,2 Prozent der Stimmen auf lediglich sieben Prozent abrutschte. Damit wäre sie noch immer im Potsdamer Landtag vertreten – von Umfragewerten wie in Sachsen, wo die AfD gleichauf mit der SPD bei 13 Prozent der Wählerstimmen liegt, kann in Brandenburg derzeit allerdings keine Rede mehr sein.

CDU-Generalsekretär Steeven Bretz erklärte am Samstag indes trotz des deutlichen Stimmenzuwachses für die Regierungskoalition: „Für uns liegt die Wahrheit in der Wahlurne.“ Jeder Brandenburger, der die rot-roten Pläne zu großen Kreisen und Gemeinden ablehne, werde sich irgendwann fragen, ob er den Initiatoren SPD und Linke seine Stimme geben könne.

„Die CDU sieht sich dagegen in ihrer Auffassung, sich für den Erhalt der Landkreise und kreisfreien Städte einzusetzen, bestärkt“, so Bretz. „Wir wollen, dass in Brandenburg kommunale Politik nah bei den Menschen ist.“

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