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Politik : Richtige Entscheidung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Das Kindeswohl ist wichtiger als mögliche Schadensersatzklagen eines freien Trägers. Das ist die Botschaft, die Brandenburgs Landesregierung mit der Ablehnung des Vergleichsvorschlags in Sachen Haasenburg sendet – und sie ist goldrichtig. Jeder, der den Bericht der Untersuchungskommission des Bildungsministeriums im vergangenen Jahr gelesen hat, kann dem Träger Haasenburg nur schwer zutrauen, sich so stark zu verändern, dass der Gedanke einer Wiedereröffnung der umstrittenen Heime keine Bauchschmerzen mehr verursacht.

Martina Münch riskiert mit ihrer Entscheidung eine Niederlage vor Gericht. Aber jede Zahlung, die das Land möglicherweise leisten muss, ist einfacher zu verkraften, als der Gedanke an Kinder, die von Jugendämtern auf dem Weg des geringsten möglichen Widerstands in wiedereröffnete Skandalheime am Waldesrand eingewiesen werden. Es ist gut, dass die Landesregierung der Versuchung widerstanden hat, das Thema Haasenburg durch den Vergleich schnell vom Tische zu bekommen.

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