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Nach der Landtagswahl : Prignitzerin sondiert für SPD

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Regieren mit Linkspartei oder CDU? Katrin Lange darf da ein Wort mitreden

svz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 00:02 Uhr

„Katrin Lange? Die macht doch jetzt große Politik.“ Es hat sich schon herumgesprochen in der Prignitz, dass es die Amtsdirektorin aus Meyenburg dieser Tage nach Potsdam zieht. Wenn die SPD ab heute die Weichen stellt, mit welcher anderen Partei über die Regierungsbildung geredet wird, dann spricht Lange ein Wort mit. Sie gehört zum vierköpfigen Verhandlungsteam der Sozialdemokraten. Zusammen mit Landeschef Dietmar Woidke, Fraktionschef Klaus Ness und Generalsekretärin Klara Geywitz soll sie zwischen CDU und Linker als möglichem Partner wählen und dem Landesvorstand eine entsprechende Empfehlung aussprechen.

Dass Lange für die Sondierungsrunde ausgewählt wurde, beruht darauf, dass sie im vergangenen Jahr stellvertretende Landesvorsitzende der SPD wurde – die erste Personalie in der Partei, die Woidke damals selbst bestimmte. Lange wurde damit der Vorzug gegenüber der zweiten, prominenteren Vize-Parteichefin, Bildungsministerin Martina Münch, gegeben. 2009 nahmen noch beide damaligen Vizeparteichefs an den Sondierungen teil – darunter Münch.

Offiziell begründet wird die Entscheidung für Lange damit, dass die kommunale Kompetenz und die ländliche Perspektive zum Zuge kommen sollen. Was das konkret bedeutet? „Vielleicht sind wir am Ende des heutigen Tages schon schlauer“, sagte Lange auf Nachfrage. Welche Themen ihr besonders am Herzen liegen? „Dazu kann ich noch nichts sagen.“ Was sie für die Prignitz erreichen möchte? „Kein Kommentar.“

In den geplanten zwei bis drei Treffen wird wohl noch nicht über eine mögliche Verwaltungsreform verhandelt werden. Die Amtsdirektorin gilt als Skeptikerin großer Gemeinde- und Kreiszusammenschlüsse, wie sie die SPD zeitweise für die Zeit nach 2015 in Erwägung gezogen hatte. Statt dieser befürwortete sie Kooperationsmodelle.

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