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Landesumweltamt : Personalrochade erntet scharfe Kritik

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Bündnisgrünen und die CDU haben bereits vehement protestiert. Gestern nun legte der Naturschutzbund (Nabu) noch einmal vehement nach.

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2014 | 14:21 Uhr

Die Bündnisgrünen und die CDU haben bereits vehement protestiert. Gestern nun legte der Naturschutzbund (Nabu) noch einmal vehement nach. „Bei der Ablösung von Matthias Freude als Leiter des Landesumweltamts geht es dem Ministerium allein darum, den Naturschutz platt zu machen“, sagte Werner Kratz, Vize-Vorsitzender des Nabu Brandenburg. Man strebe drastische Personalkürzungen an, die mit Freude nicht so leicht zu machen gewesen wären, glaubt Kratz.

Nach dem Willen von Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) sollen zum 1. Januar die Chefs des Landesamts für Ländliche Entwicklung und des Landesumweltamts ihre Posten tauschen. Dirk Ilgenstein würde somit das Landesumweltamt übernehmen. „Das ist ein sehr kompetenter Mann“, sagt Nabu-Vize Kratz. „Aber am Naturschutz hängt sein Herz nicht.“

Vogelsänger begründet die Rochade mit dem Neuzuschnitt seines Ressorts für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, der auch eine Neustrukturierung des Umweltamts nötig mache.

Die Bereiche Gesundheit und Verbraucherschutz müssten herausgelöst und die anderen Teile neu geordnet werden. Ilgenstein habe bereits Erfahrungen mit solchen Umstrukturierungen. Außerdem, so argumentierte Vogelsänger gestern, habe er für das Umweltamt jemanden gesucht, der über die nächsten fünf Jahre zur Verfügung steht. Matthias Freude ist im Oktober 62 Jahre alt geworden.

Grünen-Fraktionschef Axel Vogel zweifelt allerdings an dieser Begründung. Das Landesumweltamt werde künftig wieder jene Aufgaben haben, die es bis 2009 unter Freude hatte. Es ergebe deshalb keinen Sinn, den ausgewiesenen Experten für Wasserwirtschaft, Umwelt und Naturschutz jetzt fachfremd als Leiter des Landesamts für Ländliche Entwicklung einzusetzen.

Auch Vogel glaubt, dass die Umbesetzung Vogelsängers ein erster Schritt zur Abwicklung des Umwelt- und Naturschutzes im Land Brandenburg ist.

 

 

 

 

 

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