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Ehrenamt : Ortsvorsteher beraten über die Zukunft der Dörfer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ortsvorsteher beraten Strategien zur Revitalisierung und aktuelle Probleme

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2015 | 18:18 Uhr

Lebendige Dörfer werden durch ihre Bewohner gestaltet. Doch gerade die engagierten Bürger wie Ortsvorsteher, die das Ehrenamt meist neben vielen anderen Verpflichtungen ausüben müssen, fühlen sich häufig mit den Problemen alleingelassen.

Sich gegenseitig zu vernetzen und Hilfestellung zu geben, ist deshalb ein Ziel des „8. Tages der Dörfer“, der am Sonnabend in Garrey (Potsdam-Mittelmark) stattfindet. Unter dem Motto „Dörfer neu denken“ wollen Brandenburger Akteure aus der Fläche mit Politikern über die Herausforderungen des demografischen Wandels sowie über Strategien zur Verbesserung der Lebenssituationen diskutieren.

„Die Veranstaltung richtet sich an alle, die an der zukunftsfähigen Entwicklung der Dörfer interessiert sind“, erklärt Holger Ackermann vom Verein Brandenburg21, der das Treffen organisiert. „Spannend könnte diesmal das Thema Kriegsflüchtlinge und Integration im ländlichen Raum werden, glaubt der Imker und langjährige Ortsvorsteher aus Groß Schauen (Oder-Spree). Schließlich gebe es gute Beispiele wie das aus Golzow, wo durch den Zuzug von Flüchtlingskindern die Schließung der bedrohten Dorfschule abgewendet werden konnte, so Ackermann.

Weitere Themen werden die neue Nutzung alter Häuser sowie der Einsatz von IT-Lösungen in ländlichen Regionen sein. Digitale Varianten für Verwaltung und Politik sowie in der Pflege und Gesundheitsversorgung stehen dabei im Mittelpunkt.

Immer wieder heiß diskutiert wird zudem die von der Landesregierung geplante Kreisreform. „Viele europäische Länder haben das Thema schon lange durch und ganz eigene Lösungen gefunden“, berichtet Ackermann, der als Mitglied des Bundesverbandes „Lebendige Dörfer“ Anfang November auch zu einem länderübergreifenden Treffen nach Österreich reist. „Wenn man gewisse Bereiche wie zum Beispiel das Erstellen von Bebauungsplänen in der Verantwortung der Kommunen lässt, würde das auch für mehr Akzeptanz der Reform auf dem Land sorgen“, glaubt der Groß Schauener.

 


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