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Kitas: : Noch in diesem Jahr 500 neue Erzieher

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Noch im Januar war die Opposition im Landtag mit einem Vorstoß für schnelle Neueinstellungen von Erzieherinnen in den Kitas gescheitert. Jetzt lenkt die SPD ein.

An Brandenburgs Kindertagesstätten sollen schon in diesem Jahr 500 neue Erzieher eingestellt werden, um den Betreuungsschlüssel für unter Dreijährige zu verringern. Das erklärte der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag, Klaus Ness, gestern. Während derzeit auf sechs Kinder unter drei Jahren ein Erzieher komme, solle am Jahresende pro 5,5 Kinder ein Erzieher zur Verfügung stehen. 2016 sollen weitere 500 Erzieher eingestellt werden, so dass für jeweils fünf Kinder ein Erzieher zur Verfügung stehen soll. 2017 und 2018 sollen dann die Gruppengrößen bei den über dreijährigen Kindern verkleinert werden.

Laut Koalitionsvertrag sollte erst 2016 mit den Veränderungen begonnen werden. Wie Ness betonte, habe man sich auch wegen der Absolventenzahlen der Fachschulen für einen Stufenplan entschieden. Insgesamt wolle Rot-Rot 73 Millionen Euro in die Verbesserungen des Personalschlüssels an den Kindertagesstätten investieren, davon 40 Millionen für die unter Dreijährigen.


Kostenlose Betreuung erstrebenswert


Die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Gerrit Große, wertete die Neuregelung als Erfolg des kleinen Koalitionspartners: „Wir freuen uns, dass die SPD-Seite unserer Forderung nachgekommen ist, mit der Verbesserung der Personalsituation gleich am Anfang der Legislaturperiode zu beginnen.“ Tatsächlich enthielt das Wahlprogramm der SPD zwar die Forderung nach 1  000 zusätzlichen Erziehern, explizit genannt wurde aber nur eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels bei den unter Dreijährigen. Die Linke forderte im Wahlkampf dagegen auch kleinere Gruppen für die drei bis sechsjährigen Kinder.

Auch der Prignitzer CDU-Bildungspolitiker Gordon Hoffmann begrüßte die Veränderung. Noch im Januar hatten CDU und Grüne gefordert, 2015 die Gruppengröße bei den unter Dreijährigen auf eins zu fünf zu verringern. Der Antrag war damals in namentlicher Abstimmung von der Koalition abgelehnt worden.

In verschiedenen Brandenburger Landkreisen haben sich unterdessen Bürgerinitiativen für eine kostenlose Kinderbetreuung gebildet. „Das halten wir grundsätzlich für erstrebenswert, aber in der Priorität sollten wir zunächst den Betreuungsschlüssel verbessern“, sagte Ness. Zugleich betonte er, dass die vom Land refinanzierten Personaleinstellung nicht zu einer Erhöhung der Kita-Gebühren führen dürfe, auch wenn diese in die kommunale Selbstverwaltung fielen.

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