Förderung : Mehr Geld für den Sport gefordert

dpa_1486e8007aed1ef4

In der kommenden Woche soll im Landtag ein Antrag zu einer Verbesserung der Sportförderung im Land beraten werden. „Wir haben im Land eine steigende Zahl an Menschen, die Sport treiben“, sagt der Prignitzer SPD-Landtagsabgeordnete Holger Rupprecht.

von
19. Februar 2014, 12:04 Uhr

Rund 300 000 Menschen sind in Brandenburg Mitglied in einem Sportverein. Immer wieder erringen Brandenburger Athleten Goldmedaillen bei den olympischen Spielen, bei Welt- und Europameisterschaften: Ruderer aus Potsdam, Radsportler aus Cottbus, Ringer aus Luckenwalde. Und sogar in der Landesverfassung heißt es: „Sport ist ein förderungswürdiger Teil des Lebens.“

Die rot-rote Regierungskoalition will das nun wörtlich nehmen: In der kommenden Woche soll im Landtag ein Antrag zu einer Verbesserung der Sportförderung im Land beraten werden. „Wir haben im Land eine steigende Zahl an Menschen, die Sport treiben“, sagt der Prignitzer SPD-Landtagsabgeordnete Holger Rupprecht. Der frühere Bildungsminister und sportpolitische Sprecher seiner Fraktion ist die treibende Kraft hinter dem Antrag, der unter anderem ein Investitionsprogramm für Sportstätten von mindestens zwei Millionen Euro pro Jahr fordert.

Den Erhalt des Schulsports im bisherigen Umfang soll der Landtag dabei ebenso beschließen wie eine Verpflichtung für Kindertagesstätten zur Förderung der „körperlichen Kompetenzen“. Zudem sollen jährlich bis zu 250 000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds für Stellen des Freiwilligen Sozialen Jahrs im Sport zur Verfügung gestellt werden. Auf der Bundesebene soll sich das Land Brandenburg dafür einsetzen, den Sport als Staatsziel in das Grundgesetz aufzunehmen.

Dabei setzt Rupprecht auch auf das Engagement des neuen Finanzministers Christian Görke (Linke). „Mit Christian Görke (Linke) haben wir glücklicherweise einen Finanzminister, der bereit ist, sich für den Sport zu engagieren“, sagte Rupprecht. Görke ist selbst Sportlehrer, und die Reden des früheren Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei sind in aller Regel geradezu durchsetzt von Sportmetaphern. Dass der Antrag im Parlament Erfolg hat, daran hat der Prignitzer Abgeordnete dann auch keinen Zweifel: „Wir haben mit den Linken einen Konsens erreicht, der in beiden Fraktionen gut mitgetragen wird.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen