Bevölkerung Brandenburg : Mehr Bürger und Wirtschaftskraft

Zuwanderung lässt Einwohnerzahl erstmals wieder wachsen

svz.de von
24. September 2015, 14:06 Uhr

Zum ersten Mal seit 2011 ist die Bevölkerung in Brandenburg wieder gewachsen. 2,46 Millionen Menschen lebten Ende 2014 in der Mark. Das waren 8700 mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Der Grund ist vor allem die verstärkte Zuwanderung.

Bundesweit ist die Bevölkerung so stark gewachsen wie seit 22 Jahren nicht mehr. 81,2 Millionen Menschen lebten Ende 2014 in Deutschland und damit 430 000 mehr als ein Jahr zuvor. Höher war der Bevölkerungszuwachs zuletzt 1992 mit 700 000 Menschen. 73,7 Millionen Menschen in der Bundesrepublik hatten einen deutschen Pass (minus 0,1 Prozent) und 7,5 Millionen (plus 7 Prozent) waren Ausländer.

Auch die Wirtschaftskraft Brandenburgs ist gewachsen. Im ersten Halbjahr 2015 lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern liegt Brandenburg leicht über dem Durchschnittswert. Zurückzuführen sei das besonders auf die Entwicklung im Dienstleistungsbereich.

Bundesweit lag die Zunahme der Wirtschaftskraft bei 1,4 Prozent. Nach Angaben der Statistiker aus Wiesbaden war die konjunkturelle Entwicklung in fast allen Ländern positiv. Am stärksten wuchs die Wirtschaft in Baden-Württemberg (3,1 Prozent). Das Schlusslicht war Sachsen-Anhalt, wo das Wirtschaftswachstum stagnierte. Auch Berlin lag mit einem Wert von 1,7 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt.

Verglichen mit den Jahresergebnissen 2014 habe sich die Dynamik des Wachstums jedoch verlangsamt, konstatierten die Statistiker.

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