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2 000 Kilometer Fahrradwege in der mark : Landesregierung setzt aufs Fahrrad

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Brandenburger sollen bis zum Jahr 2020 insgesamt 16 Prozent ihres Verkehrs mit dem Fahrrad abwickeln.

Die Brandenburger sollen bis zum Jahr 2020 insgesamt 16 Prozent ihres Verkehrs mit dem Fahrrad abwickeln. Dieses Ziel verkündete Infrastrukturministerin Kathrin Schneider gestern auf dem 4. Nationalen Radverkehrskongress, der noch bis heute in der Landeshauptstadt Potsdam stattfindet. Derzeit werden rund 13 Prozent aller Wege im Land auf zwei Rädern absolviert. Für alle Strecken unter 10 Kilometern Länge gebe es aber Schneider zufolge „noch großes Potential“.

In Brandenburg gibt es derzeit rund 2  000 Kilometer Fahrradwege an Bundes- und Landesstraßen. Für den Unterhalt der Radwege an den Bundesstraßen ist der Bund zuständig, für den Unterhalt der Wege an Landes- und Staatsstraßen das Bundesland. „Wir müssen uns stärker auf die Erhaltung dieser Wege konzentrieren“, sagte Schneider.

Das Land wolle 50 Prozent seiner für Radwege zur Verfügung stehenden Mittel künftig dafür ausgeben. Der Bund hat seine Förderung für den Unterhalt von Radwegen in diesem Jahr von 70 auf 100 Millionen Euro heraufgesetzt, sagt der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba. Ein besonderes Potential sieht er in der verstärkten Nutzung von Elektrofahrrädern. „Deutschlandweit wurden 2014 rund 480  000 E-Räder verkauft“, sagt Bomba. „Hier findet in aller Stille eine kleine Revolution statt.“ Auf dem Kongress diskutierten die Teilnehmer über Konzepte der Vernetzung von Bund, Land und Kommunen zugunsten einer besseren Förderung des Radverkehrs. Zudem wurden einzelne Pilotprojekte mit dem „Deutschen Fahrradpreis“ ausgezeichnet.

Um den Radverkehr in Brandenburg weiter zu fördern, soll heute in Brandenburg eine Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen gegründet werden. Erster Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft soll der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge, werden. „Wichtigstes Anliegen ist es, landesweit alle Radverkehrsaktivitäten zu bündeln und besser zu vernetzen“, so Loge. „Die Gründung einer landesweiten Arbeitsgemeinschaft war überfällig und wird wichtige Synergieeffekte für den Ausbau des Radnetzes erzeugen.“

Und auch die Prignitz als fahrradfreundliche Region beteiligt sich an der Arbeitsgemeinschaft. So gehört die Stadt Perleberg zu den Gründungsmitgliedern. „Wir verstehen uns hierbei schon als Botschafter für die Region und wollen Informationen, die wir dort erhalten in unserem Netzwerk hier vor Ort verteilen“, resümiert Bürgermeisterin Annett Jura. Allgemein sei die Arbeitsgemeinschaft als Netzwerk zum Austausch von Informationen zu verstehen. „Wir wollen so aber auch mit einer geschlossenen Stimme gegenüber der Landesregierung in Bezug auf den Rad- und Verkehrswegebau argumentieren und Stellungnahmen abgeben“, verdeutlicht Jura.

 

Benjamin Lassiwe/Felix Alex

 

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