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Stadtoberhaupt und Gefolge besuchen Tropeninseln : Kritik an Dienstreise nach Sansibar

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Trotz Kritik will Jann Jakobs (SPD) heute mit weiteren Vertretern der Stadt nach Sansibar fliegen. Sieben Tage später wird die Delegation aus dem tropischen Urlaubsparadies vor der Küste Ostafrikas zurückerwartet.

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 22:03 Uhr

Eine Dienstreise des Oberbürgermeisters sorgt derzeit in Potsdam für Ärger. Trotz Kritik will Jann Jakobs (SPD) heute mit weiteren Vertretern der Stadt nach Sansibar fliegen. Sieben Tage später wird die Delegation aus dem tropischen Urlaubsparadies vor der Küste Ostafrikas zurückerwartet. Hintergrund des Besuchs ist ein Klimaprojekt zwischen der brandenburgischen Landeshauptstadt und Sansibar-Stadt, der Hauptstadt der Inselgruppe im Indischen Ozean.


Ausgaben gehen wohl in die Tausende


Die Ausgaben der Stadt für Flüge und Hotelübernachtungen der Delegation dürften in die Tausende gehen. Vor diesem Hintergrund hatte die Potsdamer FDP Jakobs dieser Tage vergeblich aufgefordert, seinen Sansibar-Besuch abzusagen. Die Reise sei angesichts der immer wieder beklagten finanziellen Lage „unvertretbar“. Außerdem wirft die FDP vor dem Hintergrund des Klimaprojekts die Frage auf, ob die Stadtverwaltung denn bereits den ökologischen Fußabdruck berechnet habe, den der Oberbürgermeister mit seiner Reise hinterlasse.

Im Rathaus wird der Besuch mit einem Beschluss der Abgeordneten gerechtfertigt, die die Stadtverwaltung im Jahr 2007 beauftragt hatten, konkrete Vorschläge für einzelne Etappen hin zu einer festen Partnerschaft mit Sansibar-Stadt zu machen. Nun wolle Jakobs sich selbst einen Eindruck davon verschaffen, welche Chancen bestehen, die Klimapartnerschaft im Sinne einer Städtepartnerschaft auszubauen, heißt es.

Konkreter Anlass der Reise ist der Projektstart für Infrastrukturverbesserungsmaßnahmen am zentralen Festplatz in Sansibar-Stadt. „Durch den Klimawandel kann es insbesondere in der Regenzeit zu Überschwemmungen des Platzes kommen, die nicht mehr abfließen“, erläutert Cordine Lippert von der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Landeshauptstadt.

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